Dodgeball: A True Underdog Story
Peter LaFleur (Vince Vaughn) ist eigentlich am Ende. Sein Fitnessstudio "Average Gym" bringt keine Kohle ein, was nicht zuletzt daran liegt das er von den wenigen Mitgliedern die letzten 13 Monate keine Beiträge kassiert hat. Die anstehende Steuerprüfung verbessert seine Lage auch eher nach hinten, weshalb er nur 30 Tage Zeit hat die eingeforderten 50 000 Dollar nach zuzahlen. Weiterhin macht ihm auch noch sein ärgster Konkurrent White Goodman (Ben Stiller) zu schaffen, da dieser die Bruchbude von LaFleur liebend gerne in einen Parkplatz für seinen Fitnesstempel Globo-Gym verwandeln würde. Spontan gibt es nur eine Möglichkeit an das nötige Geld zu kommen, die Dodgeball-Meisterschaft. Sein Loser-Team und LaFleur melden sich zum Turnier an und versuchen alles andere als Selbstbewusst die Meisterschaft zu gewinnen. Weiterhin wäre da noch das fiese Team um Goodman…
Scheiss auf Chuck Norris!!!
Mit diesen Worten Endet „Voll auf die Nüsse“ (so der deutsche Titel) und man kann sich getrost in seinen Sessel zurücklehnen und das Zwerchfell entlasten, denn hinter einem liegen tatsächlich 90 Minuten Wortwitz, schräge Charaktere, eine witzige ja sogar spannungstransportierende Geschichte, nonstop Slapstik und eine unschlagbare Darstellerriege, welche in einer selten gesehenen Anzahl an Cameoauftritten (Chuck Norris, William Shatner, David Hasselhoff oder auch Lance Armstrong) Unterstützung findet.
Solch einen Film zu drehen muss einfach Spass gemacht haben und die beiden Hauptdarsteller bürgen schon mit ihrem Namen für ein hohes Niveau. Ben Stiller als selbstverliebter Egomane (einfach genial sein Overacting) und Vince Vaughn als Anführer der Loser sind prädestiniert für ihren jeweiligen Part. Andersherum wären sie nicht halb so glaubwürdig rüber gekommen, weshalb sich Stiller ruhig mal auf die Schulter klopfen könnte, war er doch einer der ausführenden Produzenten.
Das Drehbuch, dessen Grundidee -Loserverein gegen Muskelpakete- sicher nicht so innovativ ist, wurde voll gestopft mit unzähligen funktionierenden Gags und lässt trotzdem Raum für die nötige Entfaltung der Charaktere. Das Tempo wird von Anfang an hoch gehalten und wird mit fortschreiten der Laufzeit sogar noch gesteigert. Auch die internationale Kompatibilität wird geboten, denn wo sonst tritt ein deutschen Team Namens Blitzkrieg, dessen Trainer David Hasselhoff heißt, bei einer Sportveranstaltung an.
Natürlich ist bei dieser Art Film der Ausgang schon im Vorfeld klar abzuschätzen, doch der Weg den LaFleur und sein Team bis dahin gehen ist von Schraubenschlüsseln und menschlichen Emotionen geprägt und hält somit bis zum Finale die eine oder andere Überraschung bereit. Definitiv ein Partyfilm zum ablachen und somit jedem Freund von Komödien zu empfehlen!