Nach einer harten Abenteuerfahrt quer durch die heiße Sahara hat man sich natürlich eines verdient: ein eiskaltes Bier in seiner Lieblings Bar in Alexandrien. In diesem Falle sogar ein Carlsberg Lager. Was hier nach einem
Werbefilm klingt ist tatsächlich das Ende des Kriegsfilms ICE COLD in Alex von Regisseur J. Lee Thompson. Dieser sollte danach noch so Klassiker wie Die Kanonen von Navarone, Ein Köder für die Bestie und später diverse Actionfilme mit Charles Bronson drehen. Die hervorragende Britische Schauspielergarde wird angeführt von John Mills, Anthony Quale, Diane Murduch, Mary Clare und Harry Andrews.
Wir schreiben das Jahr 1942: der zweite Weltkrieg tobt auch in Nordafrika. Vier
Menschen, bald soll noch ein Fünfter hinzukommen, in einem Rot Kreuz Fahrzeug, sind auf der Fahrt nach Alexandrien. Gemeinsam haben sie sowohl die unberechenbare Wüste als auch den Krieg als Gegner. Bombenangriffe, Minenfelder, deutsche Patrouillen, Spione aber auch unüberwindbare Wüstenhügel, Schlammlöcher, Wassermangel und die erbarmungslose Hitze stehen ihnen gegenüber. Captain Anson, der Fahrer, ist ein Trinker und nur gemeinsam können die beiden mitfahrenden Krankenschwestern und ein britischer Soldat Anson vom Trinken abhalten. Dazu stößt noch ein Südafrikaner mit hervorragenden Deutschkenntnissen. Fast zu gut für den Geschmack der Briten und noch dazu was hat der
Südafrikaner tatsächlich in seiner Tasche?
Es kommt wie es kommen muss gemeinsam trotzen sie, trotz tödlicher
Verluste, allen Gefahren und gönnen sich ein eiskaltes Bier am Ende des Films.
Der Film bietet eine Bandbreite von britischem Heroismus neben starken
weiblichen Figuren dazu eine Prise Abenteuer und Action in einer wenig
romantischen Wüste. Die deutschen Gegner werden sympathischer als üblich in Britischen Kriegsfilmen dargestellt. Das Hauptmotiv ist durchaus der Leitsatz: Gemeinsam ist man Stark (keiner ist perfekt) und so kann man
trotz unwirtlicher Verhältnisse überleben.
Eiskalt in Alexandrien ist bis dato (2011) nur schwer in Deutschland und Österreich erhältlich und wurde fast nie im TV ausgestrahlt. Ambesten sieht man sich diesen Streifen in der Englischen Originalfassung an und
gönnt sich ein kühles Bier dazu.