Review

Alexandrias Straßen und Schlachtfelder

Mit einem echten britischen Kriegsfilmklassiker haben wir es bei „Ice Cold In Alex“ zu tun - über eine waghalsige Rettungsaktion zweier Krankenschwestern bei Alexandria unter nordafrikanisch-brütender Sonne und dem Vorrücken der deutschen Armee…

Man hört den Sand zwischen den Zähnen knirschen…

Whiskey, Hilfskonvoi und Minenfelder… „Ice Cold In Alex“ greift auf Klassiker wie „Stagecoach“ zurück und griff sowas wie „Lawrence von Arabien“ vorweg. Nur um doch seinen ganz eigenen Geschmack und sein brandheißes Feeling zu haben. Schweiß, Sand, Hitze in jeder Ritze. Grandios ausgestattet für eine Produktion außerhalb von Hollywood. Wirklich vor Ort in der Sonne gedreht. Spürbar schwitzig und nervenzermürbend. Trotzdem ganz klar charakterzentriert und kein klassisches, ausuferndes Kriegsepos mit einer ellenlangen Starbesetzung. Die Mischung stimmt hier einfach auffällig gut aus Action, Roadmovie, Drama und Lehrbuchspannung. Im Grunde die perfekte Grundlage für ein Remake. Andererseits funktioniert er dafür noch viel zu einwandfrei und ist insgesamt auch viel zu gut, rund, zeitlos. Aber die geniale Ausgangslage mit den zwei (äußerst attraktiven!) Krankenschwestern, dem Krankentransport, den rauen Soldaten und dem Trip durch ein kriegszerrüttetes Ägypten wirkt enorm verführerisch für eine Neuauflage. Wahrscheinlich zum Glück ist es keine Hollywoodproduktion, sonst wäre wohl schon längst eine Remake gedreht worden, sonst wäre sein Bekanntheitsgrad höher und sonst wäre seine Art auch eine andere… „Ice Cold In Alex“ gefällt mir aber genau so gut wie er ist! 

Fazit: „Ice Cold In Alex“ ist schweißtreibend, charakterstark und spannend, sieht dabei stark aus, ist top gespielt und durchweg fesselnd. Irgendwo zwischen „Wages of Fear“ und „Patton“. Hat sich exzellent gehalten! 

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