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Anspruchsvolles Actionkino

Es gab zwei grosse Actionhelden die sich in den 80ern konkurierten und das waren Sly Silvester Stallone und Arnold Schwarzenegger.Während der Action Arnie dumpf auf seine Gegner draufhaute und die Gewalt geradezu verheerlichte,so spielte Stallone eher die anspruchsvolleren Rollen,ohne dabei plump zu wirken.
Ein Actionmeisterwerk aus 1982 war Rambo.Es geht um den aus Vietnam zurückkehrenden John Rambo,der in seiner eigenen Welt missachtet,gequält und gehasst wird.
Nur aus Verzweiflung und von alten quälenden Erinnerungen des Krieges verfolgt,verteidigt er sein Leben mit allen Mitteln die ihm recht sind und nutzt den Wald und später das Kleinstädtchen als Austragungsort für das Gefecht mit seinen Gegnern.
Mit wenig Budget gedreht,ist Rambo-First Blood trotzdem ein handwerklich perfekter Actioner,der den Wert auf das zivilkritische legt und ohne falschen Heldenphatos auskommt.Stallone spielt den unfreiwilligen Helden ohne grossen Worte und lässt eher seine Körpersprache sprechen und Gegenspieler Brian Dennehy brilliert in seiner Darstellung als Provinzsheriff,der sich als rassistischer Sadist entpuppt.
Das Psychoduell der beiden ist beeindruckend und artet zum brachialen Krieg aus und zeigt sozialkritisch den Umgang mit dem Trauma Vietnam.Rambo ist auch kein plumper Actionstreifen ohne Sinn und Verstand,er funktioniert eher als Botschaft für den Weltfrieden und er verheerlicht den Krieg auch nicht wie die beiden Fortsetzungen,nein,er demoralisiert ihn regelrecht.
Trotz simpel gestrickter Handlung wurde der Plot stark in Szene gesetzt und wartet mit einem genialen Soundtrack auf,der sich durch die tollen Schauplätze zieht.
Stallone spielte hier nach Rocky eine seiner stärksten Rollen und das macht Rambo zu einem ungeschliffenen,wenn auch kleinen Diamanten des Anspruchskinos.

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