“Rambo - First Blood” ist ein echter Klassiker des Action-Genres und fand mit den Jahren viele billige Kopien, die aber nie an das Original heranreichten.
Story:
Der Kriegsveteran John J. Rambo (Sylvester Stallone) will einen alten Kameraden besuchen und erfährt das dieser leider vor einigen Jahren an Krebs verstorben ist.
Da ihm der Magen knurrt, macht er sich auf den Weg in die nächstgelegene Stadt Hope um etwas in einem Lokal zu essen.
Doch Sheriff Will Teasle (Brian Dennehy) fängt Rambo ab und fährt mit ihm bis zur Stadtgrenze und erklärt ihm, das er Landstreicher und ungebetene Gäste in seiner Stadt nicht dulded.
Doch Rambo lässt sich nicht herumkommandieren und nimmt erneut Kurs auf die Kleinstadt Hope.
Das passt Sheriff Teasle überhaupt nicht und deshalb nimmt er Rambo mit auf´s Revier und steckt ihn in eine Arrestzelle.
Da die dortigen Zustände Rambo an Vietnam erinnern und er immer mehr von den Cops provoziert und auch geschlagen wird, schafft er es den Kleinstadtbullen zu entkommen.
Auf der Straße stiehlt er ein Motorrad und flieht damit in die Berge.
Doch Sheriff Teasle ist ihm dicht auf der Spur und treibt Rambo immer weiter an.
Voller Überzeugung ihn zu schnappen, stellt er einen Suchtrupp zusammen um den Fremdling hinter Gittern zu befördern.
Doch leider scheitert Sheriff Teasle mit jedem Versuch auf´s Neue und so kommt es zu einem Krieg zwischen der Polizei von Jaguatta und der Ein-Mann-Armee John J. Rambo.
Schauspieler:
Sylvester Stallone spielt John J. Rambo.
Neben Rocky war das die Paraderolle für Sylvester Stallone.
Hier geht es noch um den Menschen John Rambo und Sly mutiert hier nicht zur Comic-Figur wie bei Teil 2 und vor allem 3.
Auch wenn Sly Anfang des Films nur sehr wenig schauspielert und mehr physisch gefordert wird, kommen seine schauspielerischen Qualitäten erst gegen Ende bei dem Gespräch mit Col. Trautman zur Geltung.
Dabei zeigt er sehr viel Charaktertiefe und wie kaputt und seelisch belastet ihn der Krieg hat.
Vor allem die Verhörszenen der Cops, die Rambo an die Geschehnisse aus der Vergangenheit erinnern wie z.B. die Folterszenen seitens der Vietnamesen, zeugen von sehr viel Ideenreichtum und bringen die Grausamkeiten des Krieges sehr gut rüber.
Richard Crenna spielt Colonel Samuel Trautman.
Er ist sein früherer Kommandant und kennt ihn seit einer Ewigkeit.
Beide waren in Vietnam und oftmals hieß der einzigste Befehl, Töten.
Im Grunde genommen ist Richard Crenna nur dazu da, um Rambo cool dastehen zu lassen.
Denn seine Zitate sind dermaßen übertrieben, wenn er Rambo in den Himmel lobt und dabei so tut, als ob dieser ein Kriegs-Gott wäre, und deshalb unverwundbar sei.
Natürlich geben die Sprüche von Crenna dem Film erst die richtige Würze und man sollte sie nicht allzu ernst nehmen. Sie dienen halt dem Unterhaltungszweck, und der wird auf jeden Fall erfüllt.
Brian Dennehy spielt Sheriff Will Teasle.
Von Anfang an ist er gegen Rambo und macht ihm das Leben zur Hölle. Wobei Rambo ihm zeigt, was wirkliche Hölle ist, indem er gnadenlos zurückschlägt.
Er will ihn töten, und dabei ist ihm jedes Mittel Recht.
Zuerst verfolgt er ihn mit Spürhunden persönlich, später fordert er einen Hubschrauber an und als das gar nichts mehr bringt, verständigt er die Staatspolizei.
David Caruso spielt Deputy Mitch.
Eine kleine Nebenrolle hat er als junger, unerfahrener Cop.
Als einzigster empfindet er die Jagd auf John J. Rambo als falsch und ihm kommen Zweifel, ob er das richtige tut.
Inszenierung:
Die Story über den Krieg der zu Hause gegen die wiederkehrenden Soldaten handelt, wurde gesellschaftskritisch gut umgesetzt, wenn auch dieser Teil erst gegen Ende des Films deutlich wird.
Auch die Herangehensweise der Cops wird verurteilt und sie müssen ebenso wie Rambo im Nachhinein für ihr Handeln die Konsequenzen tragen.
Bei „Rambo - First Blood“ geht es nichts weiter als um einen ehemaligen Kriegshelden, der sich erst an das Zivilleben gewöhnen muss.
Von Anfang an, kann ihn keiner in der Kleinstadt leiden und er wird schikaniert.
Somit wehrt er sich und versucht jedeglich, alles nur um zu Überleben.
Als Rambo verfolgt wird, versteht er dabei die Welt nicht mehr, will aufhören, solange es noch geht. Schließlich ist er sich keiner Schuld bewusst, denn er hat ja auch nichts Ungerechtes verbrochen.
Doch er wird von der örtlichen Polizei so weit getrieben, das sie ihm Dinge anhängen wollen, die er gar nicht getan hat.
Letztlich wollen sie ihn sogar töten.
Die dramatischen Aspekte des Films wurden nahezu perfekt rüber gebracht, und obwohl Rambo ein wortkarger Antiheld ist, so kann der Zuschauer sich mit ihm identifizieren und auch mit ihm leiden.
Denn getrieben und gejagd vom Sheriff beruft er sich voll und ganz auf seine Überlebensinstinkte, und kehrt in die Wälder zurück, wo er seine Vorteile für sich entdeckt.
Hier kennt er sich bestens aus und kann seine Kriegsstrategie einsetzen, mit denen er seine Gegner oftmals in die Irre führt und sie so bezwingt.
Die Action bietet tolle Verfolgungsjagden und Stunts mit dem Motorrad, dem Polizei -und Lastwagen. Dabei wird schon mal per High-Speed meterweise durch die Luft gesprungen und das sorgt beim Actionfan für eine Menge Fun.
Die Stunts wie Sly´s Sprung von der Klippenwand auf den unten stehenden Baum, sind recht spektakulär und realistisch in Szene gesetzt.
Auch die Zerstörung der Höhle per Raketenwerfer ist Spitze inszeniert.
Zwar ist Rambo die meiste Zeit des Film mit nur dem Messer bewaffnet und es gibt ledeglich nur einen Toten, doch das hebt sich von anderen Zerstörungsorgien dieser Zeit ab.
Hier steht der Mensch John J. Rambo im Vordergrund und er hat noch Gefühle, ist verwundbar und alles andere als unsterblich.
Zum Schluß kapert Rambo noch ein Armeewagen inkl. M-16 Lieferung.
Dabei verwüstet er mit dem MG fast die gesamte Stadt.
Angefangen mit der Explosion einer Tankstelle, das Hochgehen einiger leicht brennbarer Chemikalien, dann das durchtrennen der Stromverbindungen, bis hin zur Verwüstung des Polizeiquatiers.
Für die richtige musikalische Untermalung sorgt "Dan Hill´s - It´s a Long Road".
Gegen Ende passt der Song wie die Fast auf´s Auge.
Im Film gibt es auch noch haufenweise Sprüche und Zitate, es aber zu aufwenig wäre, diese hier alle aufzuzählen.
Die meisten kennen sie ja ohnehin sowieso schon.
Fazit:
„Rambo - First Blood“ ist ein Klassiker des Actiongenres. Die dramatischen uns sozialkritischen Aspekte des Films funktionieren herrlich und kommen im Film auch nicht zu kurz.
Für viele Filmemacher diente dieser Actionfilm als Grundlage.
Und wie oft man die Rambo-Filme kopiert hat, möchte ich gar nicht wissen.
Diese billige Kopien waren qualitativ und inhaltlich sowieso alle um einiges schlechter.
Auch wenn der Film kein Meisterwerk ist, ist er ein hervorragendes Actiondrama, das uns die Grausamkeiten des Krieges durch den Soldaten John J. Rambo eindrucksvoll demonstriert.
Das Finale zeigt uns, dass der Film kein wirkliches Happy End hat und jeder für seine Fehlentscheidungen inkl. Rambo die Konsequenzen zu tragen hat.
„Rambo - First Blood“ ist ein kleines Stück Actiongeschichte, das man gesehen haben muss.