First Blood
Der erste Teil der Rambo Reihe, dem zwei schwächere Fortsetzungen folgen sollten, die Sylvester Stallone, neben der Rocky Reihe, zum absoluten Actionstar machte.
Was kommt einem nicht alles in den Sinn, wenn man das Namen Rambo hört und an die Filme denkt: Gewalt und sinnfreie Action. Betrachtet man dabei die Sequels, so hat man noch nicht einmal Unrecht. Diese waren einfach nur auf sinnfreie Action ohne jeglichen Anspruch getrimmt. Zurecht vielen beide bei der Kritik durch. Anders und einzigartig dagegen aber der erste Teil der Reihe.
John Rambo, ein Veteran aus dem Vietnamkrieg ist in den USA auf der Suche nach seinen Kameraden. Nachdem er herausfindet, dass der letzte Überlebende einer Krankheit zum Opfer gefallen ist, weiß er nicht mehr wo er hin soll. In einer Ortschaft wird er vom Sheriff wegen Landstreicherei festgenommen und völlig ungerechtfertig von dessen Kollegen gefoltert und maltretiert wird. Er bricht aus und von diesem Zeitpunkt wird er von der Polizei und der Nationalgarde gejagt und er tut das, was er im Krieg gelernt hat. Er flieht in die Natur und verteidigt sich mit allem was er hat.
In diesem Film wird angesprochen, in welchem Dilemma sich die heimkehrenden Soldaten des Vietnamkrieges befanden. Sie verloren einen Krieg, kamen nach Hause und anstatt glücklich aufgenommen zu werden, wurden sie von der eigenen Gesellschaft abgelehnt und wie Aussätzige behandelt. Sie bekamen keinerlei Unterstützung sei es von privater oder militärischer Seite. Natürlich ist der Film ein Actionfilm und darauf liegt auch der Hauptaugenmerk. Nachdem Rambo vor der Polizei flieht nimmt der Film Tempo auf und steigert dies bis zum Ende. Er wird gejagt wie ein wildes Tier und entkommt seinen Verfolgern ein ums andere Mal dadurch, dass er ihnen im Guerillakampf einfach überlegen ist. Am Ende dreht er den Spieß um und macht die Jäger zum Gejagten.
Die Schauspieler, allen voran Sylvester Stallone, sind perfekt besetzt. Selten habe ich Stallone so überzeugend gesehen. Vor allem, als er am Ende weinend zusammenbricht und zeigt, was aus ihm im Krieg geworden ist: Ein psychisches Wrack, der mit dem gesehenen Grauen des Krieges nicht mehr zurecht kommt. In den Fortsetzungen wird Rambo nur zur gefühlskalten Killermaschine degeneriert, während er hier seinen Gefühlen freien Lauf lässt. Richard Crenna als Trautman, Rambo’s Ausbilder und Vorgesetzter, sowie Brian Dennehy als Provinzsheriff sind ebenso überzeugend wie Stallone.
Fazit: Ein Meilenstein des Actionfilms, der sich deutlich von den beiden Sequels abhebt.
9/10