Der psychotisch veranlagte Martial Arts-Kämpfer Stryker verfolgt ein perfides Ziel: Er erweckt die mörderischen Geister dreier alter chinesischer Meister, um mit deren Hilfe die Führung von New Yorks Unterwelt zu übernehmen. Nun sollen die beiden Supercops Tarek Richards und Linda Masterson den gefährlichen Plan Strykers vereiteln. Doch es ist nicht einfach, den Kampf gegen Untote aufzunehmen - bis Richards bemerkt, dass er den Schlüssel zum Sieg über die Meister in sich trägt.
Im letzten Teil der Tiger Claws Reihe setzen sich leider einige Tendenzen fort, die die kleine Filmreihe nicht unbedingt besser machen. Mit den drei Superkriegern aus dem Jenseits setzt man das angefangene Mystery Brimborium fort (und klaut nebenbei ziemlich dreist die Story aus Superman II) und dazu werden die Gastauftritte der Stars auf dem Cover immer kürzer.
Im Grunde ist das Ganze ja mehr oder weniger ein Ego Projekt von Jalal Merhi, der zwar ein prima Kämpfer ist, aber das Charisma eines Torpfostens versprüht. Bolo Yeung wurde hier durch Loren Avedon ersetzt, aber speziell Cynthia Rothrock hat lediglich ein schmales Anfangscameo und nippelt nach knapp 15 Minuten ab (ist abnippeln eigentlich politisch korrekt beim Tod einer weiblichen Heldin?), ohne auch nur irgendwas von ihren Martial Arts Künsten präsentieren zu können, außer ein paar harmlosen Kicks. Ansonsten übernimmt Merhi die Komplettfunktion des ehemals dynamischen Cop- und Liebesduos Richards und Masterson.
Tigerkralle III bietet dabei im Grunde die älteste Geschichte im Eastern Bereich überhaupt. Held erleidet Unrecht und wird verdroschen, wendet sich an weisen Sensei inklusive langer Trainingsmontage, um dann gestärkt zurück zu schlagen und die Bösen zu vertrimmen. Simpel, aber effektiv. Hier ist der ganze Ablauf zwar ein wenig zähflüssig und nicht wirklich fesselnd, dafür sind die Fights aber in Ordnung. Es wird viel gekämpft, die Leute sind fähig, aber eben die Zeit zwischendrin bringt nicht viel außer mauen Ermittlungen und eben einigen Trainingseinheiten.
Wirklich gebraucht hätte es Teil drei nicht wirklich. Der neue Black Tiger Stil ist auch nicht aufregender als die tödliche Tigerkralle aus den Vorgängern. Ein wenig frech ist es allerdings schon Miss Rothrock groß aufs Cover zu klatschen und sie dann nach ein paar Minuten umzubringen, ein Hoch dem Marketing. Schlecht ist der Film aber auch nicht. Kampfsportpuristen werden durchaus ihre Freude haben und die Füllszenen dazwischen sind in vergleichbaren Werken auch meist nicht das Gelbe vom Ei.
5/10