Review

Spielt erste Liga unter den Sportfilmen

Baseball ist wahrscheinlich noch vor American Football der für mich uninteressanteste und langweiligste Sport aller (vor allem in den Staaten) beliebten Sportarten. Aber der starbesetzte „Major League“ aka „Die Indianer von Cleveland“ (ein heute undenkbarer Titel samt Maskottchen!) lässt mich das über seine Laufzeit nahezu komplett vergessen, wenn wir einer zum Verlieren verdammten und mit etlichen schrägen Vögeln besetzten Baseballmannschaft folgen, die plötzlich doch noch Zusammenhalt, Motivation und Siegeswillen entwickelt…

H O M E  R U N

Besser als der viel gelobte „Bull Durham“, saftiger als „Moneyball“, männlicher als „Eine Klasse für sich“… „Major League“ wird schwer zu toppen für mich in der Schublade der Baseballfilme. Die Besetzung mit u.a. Sheen, Snipes und Berenger ist erstklassig und hat vor allem massiv Chemie. Die Baseballszenen sind kinetisch und spektakulär in Szene gesetzt. Der Humor hat’s faustdick hinter den Ohren. Die Figuren sind cool und nah an Karikaturen, aber das ist egal. Die Euphorie der Amis für diesen Sport kommt durch. Und als klassische Underdogstory mit einem absolut wilden Team der Außenseiter und Outlaws hat eigentlich alles, was es braucht. Beinahe hat mich das mal wieder dermaßen aufgeputscht, dass ich die beiden Fortsetzungen fast direkt nachgeschoben hätte… Aber nur fast. Die spielen nämlich in keiner Beziehung mehr in der Major League. Dieser lässige Klassiker der auslaufenden, cheesy 80er allerdings auf ewig. Ein Original. Ein Immergeher. 

Lasst das Tomahawk kreisen! 

Fazit: sehr cool, sehr 80s, sehr lustig, sehr kurzweilig… Ich kann mit Baseball wenig anfangen. Aber mir „Major League“ immer wieder anschauen. Ich denke das sollte Argument und Kompliment genug sein… Fucking Wild Thing!

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