Ein unerklärliches Phänomen hat eine kleine Stadt am Mekhong zu einer Wallfahrtsstätte gemacht. Alljährlich heben sich lautlos goldene Lichtkugeln aus den Fluten und steigen in den Himmel – dem Naga, dem mächtigen Schlangengott der Region, wird dieses Wunder zugeschrieben und Wissenschaftler, die radebrechende Theorien gegen diesen populären Glauben stellen wollen, machen sich in schöner Regelmäßigkeit zum Narren.
Das unerklärliche Phänomen ist Wohlstand und Ärgernis, ist Veränderung und Nahrung für Glauben und Tradition – auf sehr unterschiedliche und mitunter auch gegensätzliche Weise beeinflusst es das Leben der Menschen in der Stadt. Diese Menschen stehen im eigentlichen Fokus des preisgekrönten Meisterwerks. Regisseur Jira Maligool erzählt mit viel Humor, Sympathie und gar philosophischer Spitzfindigkeit, und veranlasst seine Zuschauer emotional wirklich teilzuhaben, an der Frage, ob das Geheimnis gelüftet werden soll oder ob der Mythos für das Wohl der Menschen zuträglicher ist. Auf eine einfache Antwort lässt sich „Mekhong Full Moon Party“ nicht ein. Immer wieder spielt Jira Maligool die Abgeklärtheit und das bereits offenbarte Vorwissen seines Publikums mit traumhaften, nostalgisch und enigmatisch inszenierten Alternativen zur nüchternen Gewissheit aus. Und schließlich gibt es Wunder doch, immer wieder, auch wenn sie nicht in den Farben kommen, die man erwartet ... definitiv einer der schönsten Thai-Filme überhaupt.