Review

Das "schwarze Kino" der 70er Jahre ist, unabhängig von seiner sublimen politischen Aussage, schon irgendwie ein Fall für sich:
Die Schwarzen sind immer die Guten, die sich gegen rassistische, weiße Kriminelle behaupten müssen, der "Weiße Mann" ist wenn, dann nur in der Rolle des Schurken zu finden. Darüber hinaus ist die Machart solcher Filme meist sehr billig und schludrig, und der größte Teil des Budgets scheint immer für schicke Klamotten, Haarspray und einen flotten Soundtrack draufgegangen zu sein.
So, und hier haben wir nun FOXY BROWN, einen der absoluten Vorzeige-Blaxploitation-Streifen. Tja, und auch er ist nicht besser ...

Die Story ist platt wie erwartet:
Foxy Brown (Pam Grier) legt sich auf ihrem Rachefeldzug für ihren ermordeten Lover mit einem ganzen Drogensyndikat an. Um in die Organisation rein zu kommen, muss sie sich jedoch als Undercover-Nutte tarnen ...

Der Plot sickert gemächlich vor sich hin, besondere Spannungsanstiege sind nicht zu verzeichen und Höhepunkt ist eine Kastration. Toll, oder!?

Pluspunkt Nummer 1: Pam Grier. Boooo eeeey, hat die riesige Titten. Und nett, dass sie sich auch nicht scheut diese desöfteren mal nackt in die Kamera zu halten. Echt geil!
Pluspunkt Nummer 2: Pam Grier. Boooo eeeey, kann die cool mit dem Ballermann umgeh'n. Und dass sie immer 'nen kessen Spruch auf den Lippen hat ... Einfach cool!
... Ich könnt noch 'n paar Stunden so weiter machen. Highlight des Films ist schlicht und ergreifend die obergeile und megacoole Pam Grier. Der Titel "Sexiest Woman Alive" wäre damals definitiv an sie gegangen!

Was gibt's noch sehenswertes? Alle Darsteller laufen mal wieder mit im Schritt beängstigend engen Schlaghosen und zehn Nummern zu kleinen Disco-Hemden rum, zu Beginn verwöhnt uns ein farbenfrohes und flippiges Tanz-Intro und ...
... ach ja, in einer Szene überfährt Foxy einen Gangster mit einem Flugzeug, oder besser: sie fährt auf ihn mit dem Flugzeug zu und er wird vom Propeller zerhäckselt. Echt eine göttlich dämliche Szene, deren unbeschreibliche Trashigkeit aber nur in Zeitlupe so richtig zur Geltung kommt (Mein Tipp!).
Das hört sich jetzt zwar ziemlich derb an, so richtig blutig oder brutal fällt die Szene und auch der gesamte Film aber nicht aus, und auch die Kastrations-Szene findet, wie erwartet, nur im Off statt.

"Hart" fällt hier eher der Tonfall aus:
"Besorg' mir eine abgesägte Schrotflinte. Wir beide geh'n auf Nigger-Jagd!"
oder
"... Und ich hab den schwarzen Gürtel im Schädelknacken!"
Darüber hinaus fällt am laufenden Band auch das böse F-Wort, das böse N-Wort, das böse B-Wort, ... das andere böse N-Wort, ... naja, Dirty Talk Non Stop eben.

Ich fass' mal zusammen:
Neben vielen schicken 70er-Jahre-Klamotten, vielen fetten Afros und Schnauzern, vielen Schimpfwörtern und einer hammergeilen Pam Grier, die eine einfach umwerfende One-Woman-Show abliefert, hat der Streifen eigentlich nix zu bieten.
Die Story und ihr Verlauf sind ziemlich dürftig, zwar nicht unbedingt langweilig, aber auch nicht wirklich der Hit.
Die geile Pam reisst aber doch so einiges raus ... (lechz) ....
Und daher lautet mein Fazit:
"Fuck them other niggas cause I'm down for my niggas what ..." - Sehenswert!

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