Review

"Jewel of the Nile" präsentiert sich als schlichte aber effektvolle Abendunterhaltung. Michael Douglas und Kathleen Turner begeben sich mehr oder weniger frewillig auf die Jagd nach einem kostbaren Juwel - nicht ahnend, um was es sich dabei in Wahrheit handelt. Als die Erkenntnis reift, ist es bereits zu spät und ein machthungriger Diktator hetzt den beiden seine bis an die Zähne bewaffneten Häscher auf den Hals.

Jedenfalls gehts bei der turbulenten Hatz durch sandige Städte und Einöden ziemlich actionreich zur Sache. Da wird mit einem F16-Jagdbomber die Straße unsicher gemacht, säbelschwingende Beduinen kloppen sich mit vermummten Regierungssoldaten und Douglas übt sich im Zweikampf mit kräftigen Stammeskriegern. Kathleen Turner ist stets mittendrin und will nicht nur einmal aus brenzlicher Lage befreit werden. Neben all dem actionreichen Chaos gibts die gewohnt lustigen Szenen und einige nette Sprüche, kurz:
Anspruchslose Unterhaltung mit viel Krawumm und abwechslunsgreichen Kulissen.
Überhaupt ist die Optik mit ihren vielen liebevollen Details, Kulissen und Ideen eine der größten Stärken des Filmes. Absolut herausragend ist in dieser Hinsicht sicherlich die Hauptstadt in mitten der Wüste, doch auch die wirklich cool umgesetzte Zugfahrt sei an dieser Stelle erwähnt Beim Soundtrack gibts schließlich vor allem fetzige Töne der 80er auf die Ohren, Retrofreunde werden sich freuen. Obs zum Film passt... naja, das sei mal dahingestellt.

Das große Problem des Juwels vom Nil ist seine löchrige Story. Diese ist schlicht zu simpel, kindisch und stellenweise praktisch nicht vorhanden. Im Prinzip reiht sich nur Actionszene an Actionszene, einzig unterbrochen durch die ein oder andere ulkige Szene, an denen bezeichnenderweise meist Danny DeVito in irgendwie beteiligt ist. Durch diesen fehlenden roten Faden geht natürlich auch ein Teil der Spannung flöten, die nur mit Mühe durch die vielen Effekte halbwegs aufrecht erhalten werden kann. Klassische Abenteuer-Stimmung kann man jedenfalls vergessen, was ich letztlich doch ziemlich schade finde.

Es bleibt ein sehr vordergründiger Mix aus Action und Humor, der top besetzt und schick inszeniert sicherlich für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Für mehr fehlt Lewis Teagues farbenfrohem Treiben jedoch die Substanz und das so elementare Abenteuerfeeling. Verliert klar im Vergleich zum ersten Teil...

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