Schnell, sauber und diskret erledigt Roger Pilard (Jean-Paul Belmondo), genannt „der Greifer“ für die Polizei Sonderaufträge am Rande der Legalität. Er wird auf „die Bestie“ (Bruno Cremer) angesetzt, einen gewalttätigen Verbrecher, der seine Komplizen nach erfolgter Tat ermordet…
Die zweite und zugleich letzte Zusammenarbeit von Regisseur Philippe Labro und Darsteller Jean-Paul Belmondo erzählt von einer neuen Verbrechergeneration, die mit unberechenbarer Dreistigkeit und beispielloser Gewissenlosigkeit die Gutgläubigkeit der Gesellschaft ausnutzt und die Trägheit des Polizeiapparats unterläuft. Die stilsichere und flotte Inszenierung sorgt zusammen mit der packenden Musik für spannende Kurzweil, die freilich erheblich getrübt wird durch die unkritische Bewunderung, die der Film dem Greifer entgegenbringt, ohne dass er Zeichen der Bestürzung darüber zulassen würde, dass die Gesellschaft sich nicht anders zu helfen weiß, als ihre Probleme in die Hände eines mit zweifelhaften Methoden vorgehenden Schattenkämpfers zu legen. Geplatzte Träume und auf der Strecke gebliebene Wegbegleiter beugen zwar falschen Hoffnungen in die Fähigkeiten des Elitekämpfers vor, bleiben aber zu weit außerhalb seines Wirkungsbereichs, als dass sie seine Erhabenheit kritisch relativieren könnten.