Krallt sich fest!
Wenn die Polizei die legalen Methoden ausgenutzt hat und nicht mehr weiter weiß, ruft sie den „Greifer“, der in diesem französischen Kultkrimi einem gewieften und blutrünstigen Bankräuber auf der Spur ist, der keinen seiner Komplizen am Leben lässt - sogar undercover bis hinter schwedische Gardinen…
Lässt kaum Federn
Soweit ich weiß haben französische Thriller-Altmeister wie Melville den Stoff Jahrzehnte vorher auch schon angefasst. Und diesen noirischen, eiskalten Einfluss und diese Vorbilder spürt man. Kombiniert mit einer dann doch nie ganz zu unterdrückenden belmond'ischen Leichtigkeit und einem der besten Antagonisten der europäischen Krimigeschichte, harten Shotgunshootouts (!) und fast fincher'esken Beigetönen und charakterlichen Abgründen - fertig ist ein weiterer empfehlenswerter „Belmondo“. Der viel mehr ist als „nur“ ein „Belmondo“. Als ob das eigentlich nicht schon genug wäre. Aber „Der Greifer“ kommt sogar Figuren wie dem (modernen, düstereren) Joker und dem alleingängerischen Actionheld der 80er zuvor. Daher kann man da als hardboiled Eurokrimikino ganz und gar nicht meckern. Der Score ist ebenfalls absolut hörenswert bis ohrwurmreif. Belmondo ist gut drauf. Und sein Gegenspieler wie gesagt alle (Nicht-)Ehre wert. Daumen hoch - und für Belmondo-Anhänger noch ein, zwei Punkte obendrauf!
Fazit: ein weiterer sehr stabiler Actionthriller mit Belmondo in Topform. Kann man als Eurocop-Fan kaum etwas mit falsch machen!