Darf ich bitten?“-Diese Aufforderung zum Tanz mußte ich in dieser Form glücklicherweise noch nie an eine Frau richten und auch nach diesem Tanzfilm wird das wohl in Zukunft ausbleiben.
John Clark ist Anwalt,verheiratet,Kinder…aber der gewisse Reiz fehlt ihm im Leben.So beschließt er eines Tages,einen Anfängerkurs in einer Tanzschule zu besuchen,von dem seine Frau nichts wissen soll,da er sich in Paulina,eine junge Tanzlehrerin verguckt hat.Johns Frau wird jedoch misstrauisch und engagiert einen Detektiv.
Eine sehr seichte Komödie mit leicht romantischem Einschlag.Zunächst können ein paar witzige Szenen(die dralle Bobbie und der unbeholfene Vern)zum Schmunzeln einladen..Schon recht drollig,wie da die drei Tanzanfänger auf der Bank sitzen und auf weibliche Tanzpartnerinnen hoffen und später mit Besen üben.
Die Choreographien der Standardtänze sind ordentlich und auch die Optik ist ganz solide(der Vorbereitungstanz zum Turnier mit Gere und J-Lo sogar fast schon erotisch,was das Spiel mit Licht und Schatten betrifft.)
Ansonsten ist zwischen den beiden so rein gar kein Funke übergesprungen,die Chemie scheint nicht gestimmt zu haben,denn La Lopez agiert blass und hölzern wie selten zuvor und zeigt nur,dass sie sich gut bewegen kann(Allerdings recht zugeknöpft – wer sich da einen Schlüpfer voller Liebe einfangen will,ist fehl am Platz).
Gegen Ende weicht der Humor zusehends und wird durch Kitsch ersetzt(nein,natürlich ist Susan Sarandon nicht eifersüchtig auf eine Frau wie J-Lo)und wird zum Schluß fast unerträglich schmalzig.
Immerhin ist der Soundtrack recht abwechslungsreich,da ist alles drin,was als Untermalung für Standardtänze notwendig ist,was bei mir trotzdem nicht dazu führen wird,mehr als den bisherigen Walzer zu erlernen…
4 von 10 Punkten