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Flesh Gordon (Vince Murdocco) ist inzwischen Pornodarsteller. Er wird nach einem Drehtag von seiner Flamme Dale Ardor (Robyn Kelly) angefahren, was einem Mann wie ihm nicht wirklich was ausmacht. Doch ehe sich das Pärchen versieht, wird Flesh von den kosmischen Cheerleadern entführt. Diese feuerten einst ein stolzes Lattenballteam an, bis ein böser Kaputzenträger (William Dennis Hunt) mit Impotenzstrahlen deren Stolz zunichte machte. Genau dieser Fiesling bedroht nun die Erde und hat es nebenbei noch auf Fleshs Gemächt abgesehen.

17 Jahre später verlässt man sich immer noch auf die Stärken bzw. Schwächen des Vorgängers "Flesh Gordon". Am Film ist nichts ernst zu nehmen. Der Humor kommt aus der untersten Schublade und findet bei den Kackemenschen seinen zweifelhaften Höhepunkt. Leider hat das Ganze auch nur noch herzlich wenig mit dem Original zu tun. Ab und zu verbirgt sich unter dem grenzwertigen Humor aber doch ein Kleinod an gelungener Komik. Um diese zu entdecken, muss man jedoch ein gehöriges Maß an Toleranz mitbringen. Nicht nur furzende Arschteroiden und eine Penetration durch ein Penismonster muss man überstehen, sondern auch eine total konfuse Storyline, die mehr zufällig alle Fäden zu Ende erzählen kann. Der Film stellt ein wahres Sammelsurium an bescheuerten Ideen dar.

Interessant ist, dass die Sexkomponente im Vergleich zum Vorgänger arg zurückgeschraubt hat. Tatsächlich reduziert sich diese auf größtenteils nackte Frauenhaut und viele Brüste. Dann noch ein Phallus hie und dort - das wars! So bleibt "Flesh Gordon 2" eine anspruchslose Billigkomödie, die ihre Existenz kaum rechtfertigen kann.

Was hat mir denn eigentlich gefallen an diesem Meisterwerk? Nun, wie bereits erwähnt konnte ich an der einen oder anderen Szene irgendwie doch mal lachen. Sei es der verpeilte Dr. Jerkoff (Tony Travis) oder die hirnrissige Cheerleaderbande. Eigentlich ist für jedes kranke Gehirn der eine oder andere erträgliche Witz vorhanden. Auch Morgan Fox als Robunda Hooters fand ich unterhaltend, was aber auch an ihrem in Ordnung gehenden Aussehen liegen kann. Robyn Kelly fand ich aber hingegen scheiße. Insgesamt schmiegen sich die Darsteller dem Gesamteindruck des Films gut an und sind für den billigen Touch nicht wegzudenken!

Also ist "Flesh Gordon 2" billig und dumm und das auch noch mit Absicht. Die Schmerzgrenze wird an einigen Stellen überschritten, kleine Details retten den Film aber vor einem Totalausfall. Im Zweifelsfall sollte man den ebenfalls bedenklichen Vorgänger vorziehen - nicht nur wegen der hübscheren Dale Ardor!

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