Das Leben von Weltraumheld Flesh Gordon soll verfilmt werden . Doch während einer Drehpause wird Flesh von einem Haufen Cheerleader aus dem Weltraum entführt , da die Männer ihres Planeten von einem Impotenzstrahl getroffen wurden und die Cheerleader nun auf der Suche nach einem richtigen Kerl sind . Doch Dale Ardor und Dr. Jerkoff heften sich an die Fährte der Entführerinnen und schaffen es tatsächlich Flesh zu befreien . Aber kaum ist das gelungen , wird Dale von einem geheimnisvollen Mann in schwarzer Kutte gekidnappt und dieser scheint hinter den Impotenzstrahlen zu stecken ...
Auweia !
Weil ich mir letztens den ersten Teil der " Flesh Gordon Saga " angesehen hatte , kam ich natürlich nicht darum herum auch den zweiten Teil mal auf meinen Bildschirm zu lassen .
Überraschend positiv sind mal wieder einige handgemachte Modelle und Effekte zu vermelden , die wenigstens einen gewissen Charme besitzen . Und auch die vielen Statisten und Schauplatzwechsel sind für einen Film dieser Preisklasse sicher erstaunlich . Da geht es vom Filmstudio über Dr. Jerkoffs Haus hin zu einer außerirdischen Highschool , einem " Lattenball " ( oder so ähnlich ) Spielfeld und einen Planeten voller Grashügel mit eindeutiger Form bis auf einen Eisplaneten , was eigentlich - wenigstens durch die Abwechslung - für wenig Langeweile sorgen sollte .
Doch leider ist das nicht der Fall .
Dass sich die Witze fast ausschließlich unterhalb der Gürtellinie bewegen würden , war ja klar , doch mischt man hier zu den Sexwitzchen des ersten Teils eine solche Masse an Fäkalwitzen , dass es schon nicht mehr schön ist und man sich bei manchen Ideen ( Kackmenschen , G-Spot Cafe etc. ) schon fast schämen könnte sie sich überhaupt anzusehen .
Und auch die bereits erwähnten Schauplatzwechsel taugen nicht viel um das Interesse wach zu halten . Hatte der erste " FlEsh Gordon " die Ursprungsgeschichte von " FlAsh Gordon " noch mehr oder weniger parodistisch nacherzählt , so musste man sich hier nämlich eine eigene Geschichte ausdenken , was gründlich in die Hose gegangen ist . Zwar passiert dauernd irgendwas - es wird gerutscht , geflogen , gekämpft und es wird viel geredet - doch Sinn ergibt das kaum und dem Zuschauer soll so nur vorgegaukelt werden , dass er einer echten Geschichte folgt . Ob sich der böse Kapuzenmann mit seinem Assistenten streitet oder vor seiner Königin kriecht oder Dr. Jerkoff wirre Erklärungen von sich gibt - lustig ist da kaum etwas .
In Wirklichkeit ist den Machern nämlich nicht viel mehr eingefallen , als eine Ansammlung sinnloser Einzelszenen , bei denen das Interesse schnell verfliegt und man sich am Ende nur noch wünscht , dass alles schnell vorbei ist .
Fazit : Trotz - für einen 1980er Jahre B-Film - verhältnismäßig großem Aufwand ist " Flesh Gordon 2 " eine enttäuschende Sci-Fi Parodie geworden . Schüren die Tricks und bekannten Synchronsprecher ( meist aus der " Simpsons " und " Futurama " Ecke ) anfangs noch einigermaßen Hoffnung auf einen halbwegs unterhaltsamen Trashfilm , versinkt diese bald im braunen Sumpf des Fäkalhumors . Nicht nur für Feingeister kein sonderlicher Spaß ...