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Robin von Loxley kehrt aus der Gefangenschaft zurück, die ihm die Teilnahme an König Richards Kreuzzug bescherte. Doch nicht nur findet er seine Ländereien enteignet und voller geächteter Landsleute vor, der schurkische Sheriff von Rottingham unterdrückt das Volk und Richards Bruder Prinz John hat es sich einfach auf dem Thron gemütlich gemacht. Und nebenbei verguckt sich Robin noch in Lady Marian und kümmert sich um einen Austauschstudenten.

In erster Linie inszenierte Mel Brooks hiermit eine Parodie auf „Robin Hood: Prince of Thieves“ (1991) mit Kevin Costner, bedient sich aber sichtlich aus dem Klassiker mit Errol Flynn „The Adventures of Robin Hood“ (1938). Natürlich dürfen auch diverse Anspielungen auf weitere Filme nicht fehlen, wobei die Auswahl von „Der Pate“ über „Malcolm X“ bis zu Brooks' eigenen früheren Werken recht breit gefächert ist. Nicht jede trifft („Kevin allein zu Haus“), in der Summe klappt das aber recht gut. Das gilt generell für den ganzen Film, denn Brooks haut eine ziemliche Masse an Slapstick, Wortwitz und Blödsinn raus, sodass insgesamt genug sein Ziel findet.
Dabei gibt es neben vielen Schmunzlern für mich auch richtige Knaller. Der Metallhandschuh und die danach falsche Gesichtshälfte, der Stockkampf auf der Brücke oder Robins Reaktion auf den Vorschlag, mit den Attrappen in die Schlacht zu ziehen. Zündet jedes Mal.

Daran hat auch das Ensemble Anteil, das die Szenen immer sympathisch, mit dem unnötigen Ernst oder eben mit passendem Timing rüberbringt. Carey Elwes als Robin Hood zeigt wieder sein komödiantisches Talent und ist klar das Zentrum des Films. Aber auch die anderen Charaktere liefern eine mitunter famose Darstellung. Grandios oft auch Roger Rees als Sheriff von Rottingham oder Mark Blankfield als Blinkin. Auch der Rest passt, bis hin zu Brooks höchstselbst als Rabbi.

Was soll man noch groß zu „Men in Tights“ sagen? Als Parodie auf Costners vorangegangenen Hood-Film und angereichert mit allerlei Verweisen auf andere Werke macht der Streifen immer wieder Laune. Vielleicht einen Tick zu lang, bei der Masse an Gags nicht immer treffsicher und wie so oft bei gleichgelagerten Filmen im letzten Drittel mit abnehmender Witzdichte, weil man ja doch noch eine Geschichte zu Ende erzählen muss. Trotzdem reicht es für viele gelungene Einfälle, Kurzweil und zitierungswürdigen Unsinn.

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