Während John Rambo (Sylvester Stallone) für seine Zerstörungswut im ersten Film in einem Arbeitslager seine Dienste verrichtet, bekommt er Besuch von seinem ehemaligen Vorgesetzten und Mentor Colonel Sam Trautman (Richard Crenna). Rambo soll aktiviert werden, um in Vietnam die Gerüchte eines GI Lagers zu zerstreuen. Rambo nimmt den Auftrag an und soll auf Anordnung von oben nur Fotos schießen. Doch kaum ist er im Dschungel von Vietnam angekommen, muss Rambo feststellen, das sich nichts verändert hat. Die Gis werden tatsächlich unter Menschenunwürdigsten Bedingungen festgehalten und gefoltert. Rambo hat nur noch ein Ziel: Das Lager zerstören und die eigenen Leute rausholen.
Es war wohl klar, dass der geniale erste Film vom Nachfolger kaum getoppt werden könnte. Denn "Rambo II" hat mit der spannenden und tiefgründigen Geschichte des ersten Teils nichts mehr gemeinsam. Und trotzdem ist Regisseur George P. Cosmatos ("City Cobra") mit "Rambo II" ein erstklassiger Film gelungen. Denn der Regisseur setzt im Nachfolger in erster Linie voll auf die Action und das Ergebnis kann sich allemal sehen lassen. Denn die aufwendigen, brutalen Feuergefechte mit jeder Menge Blut und gewaltigen Explosionswellen, die locker für zehn B-Movies ausreichen würden, bestimmen hier ganz klar das Gesamtbild und lassen bei jedem Actionfan helle Freude aufkommen. Zudem kann auch hier der fesselnde Soundtrack vollends begeistern.
Sylvester Stallone ("Cliffhanger, City Cobra") zeigt auch hier eine klasse Leistung aber kommt nicht an seine herausragende Darstellung vom ersten Teil heran, wo er ja dort John Rambo als gebrochene Figur darstellt und seinem Charakter dabei viel tiefe verabreicht hat. Richard Crenna ("Rambo", "Rambo III") als Colonel Sam Trautman agiert, wie allen drei Teilen mit einer ansprechenden schauspielerischen Leistung.
Fazit: Ein Actionhammer vom Feinsten. Zwar bietet "Rambo II – Der Auftrag" eine eher ziemlich dünne Story und kommt lange nicht an die spannende Geschichte mit emotionalen Tiefgang vom Vorgänger heran, doch die erstklassig choreographierten und brutalen Actionszenen sind es, die alles heraus reisen und hier ganz klar das Gesamtbild bestimmen.