Action -und Bleihaltige Fortsetzung von „Rambo - First Blood“ mit Sly, der erneut in die Rolle des John J. Rambo schlüpft.
Story:
Da der Kriegsveteran John J. Rambo (Sylvester Stallone) für seine Taten in der Kleinstadt Hope zur Rechenschaft gezogen wurde, muss er seine Strafe in einem Steinbruch ableisten.
Nach einigen Jahren bekommt er Besuch von seinem alten Freund und Vorgesetzten Colonel Trautman (Richard Crenna). Der schlägt ihm einen Deal vor.
In Vietnam befinden sich immer noch zurückgelassene Soldaten, die von ihrem Vaterland im Stich gelassen wurden.
Rambo soll eine neue Mission im Auftrag von Marshall Murdock (Charles Napier) starten, und erst mal nur dort hin fliegen um Fotos von ihnen zu machen.
Doch dort stößt er tatsächlich auf amerikanische Kriegsgefangene und er schafft es sogar auch einen zu befreien.
Als beide den vereinbarten Treffpunkt erreichen, melden sie über Funk dem Hauptquatier um abgeholt zu werden.
Doch der käufliche Bürokratenarsch Murdock hätte niemals für möglich gehalten, das Rambo mit einem Kriegsgefangenen zurückkehrt und lässt deshalb beide zurück.
Sie werden von den Vietnamesen und dem russischen Kommandant Podovsky (Steven Berkoff) gefangen genommen und gefoltert.
Rambo schafft es jedoch sich zu befreien und ist bereit im Alleingang seine Gegner zu vernichten, um so die schwachen und kranken Kriegsgefangenen zu retten.
Als letztes will sich Rambo den Verräter Marshall Murdock vorknöpfen, der zu keiner Zeit mehr mit ihm gerechnet hätte.
Schauspieler:
Sylvester Stallone spielt wieder John J. Rambo.
Seine Rolle fordert von ihm nicht mehr viel ab. Obwohl er die damaligen schrecklichen Erlebnisse nicht vergessen kann, ist er sofort wieder bereit in den Krieg zu ziehen, nach Vietnam, wo er schon bereits einmal war.
(Wie logisch).
Man merkt das Rambo nur gebraucht wird, um Missionen durchzuführen, die sich niemand anderes zutrauen würde, weil sich ja keiner die Hände schmutzig machen will.
Richard Crenna spielt erneut Colonel Samuel Trautman.
Hier wird er noch weniger gefordert als im ersten Teil. Man bekommt wieder ein paar Sprüche von ihm über den knallharten Rambo zu hören und das war´s auch schon.
Charles Napier spielt Aufttraggeber Marshall Murdock.
Er spielt das Arschloch vom Dienst und er scherrt sich einen Dreck um die eigenen gefangenen Soldaten.
Irgendwie werden seine Absichten nicht näher erläutert.
Man weiß nur, das er als Schein diese Aktion durchgeführt hat, weil Geld wohl der Grund dafür war.
Julia Nickson spielt Freiheiskämpferin Co Bao.
Sie ist Rambo´s Kontaktperson und hilft ihm das Lager der Vietnamesen ausfindig zu machen.
Bei den Gesprächen zwischen Rambo und ihr kann der Film punkten, auch wenn die Szenen nix besonderes darstellen und manche Themen nur oberflächlich behandelt werden.
Steven Berkoff spielt den russischen Kommandant Podovsky.
Für ihn scheint es lukrativer zu sein, wenn er für die gegnerische Seite arbeitet, und zwar als Söldner.
Er hat seinen Spass daran Rambo zu foltern um ihm so Informationen entlocken zu können.
Inszenierung:
Der Plot ist dermaßen dünn, das ich kaum glauben kann das hier ein James Cameron zusammen mit Sly das Drehbuch verfasst hat.
Zudem fehlt dem Film „Rambo 2 - Der Auftrag“ die dramatischen Komponenten eines hervorragenden ersten Teils.
Es geht nur darum ein paar Kriegsgefangene zu befreien.
Anscheinend wollte man hiermit den verlorenen Krieg in Vietnam anhand von Filmen doch gewinnen oder die Amerikaner das zumindest glauben lassen, das sie als Sieger hervorgegangen sind.
Anhand des aufgesetzten Patriotismus könnte man das auch meinen.
Und das ganze wurde auch noch zur Zeit der Reagan-Ära gedreht.
John J. Rambo stürzt sich erneut in die Vietnam Hölle, in der bereits einmal war.
Aber warum eigentlich? Nur um Haftminderung zu bekommen oder gar seine eigene Begnadigung somit zu erkämpfen?
Wie schon erwähnt, hält sich der Film nicht lange mit den dramatischen Aspekten eines ersten Teils auf, sondern verkommt hier voll und ganz zur einzigen Actionorgie.
Und genau, als das muss man den Film auch sehen. Denn von Realismus ist hier beim besten Willen keine Spur zu sehen.
Sly mutiert zur One-Man-Show und ballert sich durch einen ganzen Stoßtrupp des Vietcongs, ohne dabei auch nur ernsthaft verletzt zu werden.
Die Action bietet viele harte und ausführende Shootouts, Stunts und einige Nahkämpfe mit dem Messer, in denen Rambo meist schnell und überraschend von hinten seine Gegner erledigt.
Die Dschungelatmosphäre wird perfekt für Hinterhalte und Verstecke genutzt und sorgt so für die richtige Untermalung im Film.
Dabei killt Rambo, hart und schnell einen nach dem anderen.
Die Choreographie der Actionszenen ist einsame Spitze und absolut referenzverdächtig.
Angefangen bei der Bootsfahrt am Fluß mit einer Schießerei inkl. Gebrauch von Kalaschnikov´s, bis hin zur Zerstörung eines feindlich näher rückenden Bootes durch Sly mit der Panzerfaust.
Dabei fliegen sämtliche Einzelteile der Boote in die Luft und verstreuen sich im Wasser.
Eine meiner Lieblingsszenen in „Rambo 2 - Der Auftrag“ ist die Benutzung des Sportbogens. Wenn Sly, den Bogen spannt und die Pfeile samt Explosivgeschosse auf Hütten, Fahrzeuge oder sogar Menschen richtet, dann freu ich mich jedes Mal auf´s Neue wie ein kleines Kind.
Die Zerstörung des Vietnamesisches Camps stellt klar das Highlight des Films dar. Dabei schafft es Rambo einen der Kampfhubschrauber zu kapern und startet damit eine Befreiungsaktion aus der Luft und bombadiert und schießt auf alles was sich am Boden bewegt.
Sicher gelandet, schnappt er sich ein Maschinengewehr um so die letzen überlebenden Gegner ins Jenseits zu befördern.
Das alles endet in einem riesengroßen flammenden Inferno, bei dem der Actionjunkie voll auf seine Kosten kommt.
Das Rambo dabei nicht das Gefangenenlager der amerikanischen Soldaten trifft, ist somit ein Wunder. Ja, von Realismus ist bei solchen Szenen, Fehlanzeige.
Gegen Ende gibt es dann noch ein Duell 2er Helis inkl. Waffengebrauch, von Raketen samt derber Sprengwirkung bis hin zu Maschinengewehren kommt so einiges zum Einsatz.
Auch ein Raketenwerfer wird genutzt.
Somit haben die Pyrotechniker bei „Rambo 2 - Der Auftrag“ aus dem Budget von 44 Mio. $ alles rausgeholt, was es rauszuholen gibt.
Sämtliche Actionszenen haben das Actiongenre maßgeblich vorangetrieben.
So ziemlich jede noch so kleine Actionsequenz ist spektakulär und sie alle waren bestimmt auch schwierig zu drehen.
Fazit:
Ohne Frage hat man sich bei den Actionorgien von „Rambo 2 - Der Auftrag“ einiges einfallen lassen, beim Drehbuch allerdings nicht.
Somit richtet sich der Film nur an die Actionpuristen, die sich mit einem flachen Plot zufrieden geben können und sich voll und ganz der Action hingeben.
Die 80er waren schon was feines, und solche Filme werden heute sowieso nicht mehr gedreht.
Jeder der auf sinn -und hirnloses Actiongeballer steht (so wie ich), für den ist „Rambo 2 - Der Auftrag“ Pflicht.
Denn so ausführliche und knallharte Actionorgien gibt es sonst nirgends zu bewundern.