Review

John Rambo (Sylvester Stallone) verrichtet Zwangsarbeit in einem Gefängnis, als sein Ausbilder und Freund Col. Trautmann (Richard Crenna) ihn mit einem Auftrag der amerikanischen Regierung konfrontiert: Rambo soll Fotos von Kriegsgefangenenlagern in Vietnam machen. Er willigt ein, doch seinen Auftrag erledigt Rambo auf seine Art...

Rambo II hat mit Teil 1 nicht mehr viel zu tun. Die Dramaturgie und Gesellschaftskritik (die ist zwar auch in Teil 2 minimal vorhanden, aber viel zu banal) fehlen nahezu vollständig. Rambo mutiert vom gebrochenen Einzelkämpfer zur unzähmbaren Killermaschine und wird Hauptfigur in einem Film, der im Grunde genommen nichts anderes ist als ein B-Movie. Auf dieser Ebene funktioniert das Ganze aber durchaus und so war es erst "First Blood 2" , der Rambo zur Kultfigur machte.

Die Action ist durchaus hart und fast pausenlos vorhanden. Dass Rambo dabei auch alleine gegen eine riesige Übermacht besteht, stört dabei nicht, sondern trägt zum naiven 80er Jahre Charme bei.
Rambo ist voll und ganz in seinem Element, er ist "zuhause", wie es Trautmann an einer Stelle treffend formuliert. Dass dabei die Storyline unheimlich dünn ist, fällt schon etwas negativ ins Gewicht, doch der Film lebt eh ganz und gar von der Titelfigur.

Selten zuvor hatte es Stallone so einfach wie in seiner Paraderolle. In Teil 1 musste er noch öfter Mimik zeigen, hier bleibt sein Gesichtsausdruck sehr eingeschränkt, aber das ist mir in diesem Fall egal. Denn er ist als Rambo sowieso jetzt schon eine Legende, ob guter Schauspieler oder nicht. Fest steht, dass wohl niemand anders die Titelfigur auch nur annähernd so gut verkörpern könnte, wie er.

"Rambo 2" ist ein wohltuend primitiver 80er-Jahre-Actioner ohne Sinn und Verstand. Inhaltlich natürlich eine Gurke vor dem Herrn, doch was wollen Genre-Fans mehr als 90 Minuten gute Unterhaltung mit non Stop Action und Explosionen am laufenden Band? Damals hat das tatsächlich noch zu einem Kassenknüller gereicht!

Details
Ähnliche Filme