"Rambo 2" ist das Paradebeispiel für einen Actionfilm der 80er Jahre, der aufgrund seines Spannungsbogens und der gradlinigen Action fesseln zu weiß und dennoch völlig sinnfrei unterhält.
Nachdem John Rambo nach seiner Rückkehr aus dem Vietnamkrieg eine halbe Stadt dem Erdboden gleich gemacht hat, wird er in ein Strafgefangenenlager gesteckt wo er knappe 5 Jahre ackert. Doch sein Freund Colonel Trautman bietet ihm einen Job an: er soll in Asien Fotos von Kriegsgefangenenlagern machen und auskundschaften ob noch weitere "Jungs" drin sind. Doch wer Rambo kennt, der weiß, dass dieser Mann keinen im Stich lässt...
"Rambo 2" ist mit der beste der "Rambo"-Trilogie. Im Gegensatz zum ernsten ersten Teil, der das Traumata das viele Amis mit dem aus Krieg mitnehmen, behandelt, ist Teil 2 gradlinige, harte, kompromisslose Action pur. Fast im Alleingang metzelt sich Rambo durch den Dschungel und geht dabei äußerst kreativ zugange. Mit Messer, Pfeil und Bogen und Maschinengewehr kann er sich nur knapp immer seiner Haut erwehren. Nein er ist kein Kameradenschwein - das ist die Message des Filmes. "Ihr seid nicht allein da draußen". Auch wenn dies in einen äußerst fragwürdigen - weil menschenverachtend zelebrierenden - Rahmen gepackt ist, darf man behaupten einen der besten Actioner des Genres gesehen zu haben; dies liegt vor allem an der pausenlosen Action mit tollen Explosionen und einem hohen (blutigem) Bodycount.
Natürlich darf man in einem solchen Film keine schauspielerischen Leistungen erwarten. Sylvester Stallone als mimisch begrenzter Einzelkämpfer ist kein Sprücheklopfer oder sonst was, sondern macht das was er am besten kann: seinen gestählten Körper mit Patronengurten umhängen und in den Kampf zu ziehen. Auch gut besetzt ist sein Vorgesetzter Trautman mit Richard Crenna, der aber nur vereinzelt in Szene tritt.