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Ach ja, was waren das noch Zeiten, als die Action hand gemacht war, als die Helden nichts sagten außer ein paar Onelinern und die Bösewichte vor Klischees nur so strotzten. Rambo 2 erfüllt all diese Kriterien und macht gerade deshalb so viel Spass.

Um aus dem Gefängnis raus zu kommen, muss Rambo( Sylvester Stallone) nach Vietnam, um dort nach amerikanischen Kriegsgefangen zu suchen. Wenn er welche findet, soll er sie nur fotographieren, allerdings keinen von ihnen mitnehmen. Als er dies dann doch tut, lässt man ihn im Dschungel zurück. Fortan muss er sich allein durchschlagen.

War Rambo im ersten Teil noch ein vom Krieg zerfressenes Wrack, kämpft er sich hier mit starrer Miene durch die Gegnerreihen. Vom gebrochenen Vietnamveteranen ist nicht mehr viel übrig geblieben. Das merkt man gleich zu Beginn, ist es Rambo doch egal, dass der Einsatz in Vietnam stattfindet, obwohl er dort sehr traumatische Ereignisse erlebt hat. Rambo wurde allerdings mit diesem Film zum Synonym der Ein- Mann- Armee und damit erst zur Kultfigur. Die anderen Schauspieler sind eigentlich kaum der Rede wert. Alles nur No- Names, außer Crenna vielleicht.

Die Action bietet eine Materialschlacht, wie man sie bis dato wohl noch nie gesehen hatte. Rambo geht dabei ohne Rücksicht auf Verluste vor, ballert jeden ab ab, der ihm vor die Linse kommt und legt zum Schluss ein ganzes Dorf in Schutt und Asche. Die Pyrotechniker hatten dabei allerhand zu tun, sodass Rambo II sich als reines Fest für die Augen erweist. Nicht mehr, aber vorallem nicht weniger.

Rambo II erweist sich wohl als Ursprung der No- Brainer, mit platter Handlung, noch platteren Charakteren und sinnloser Action. Doch gerade das macht Rambo II so unterhaltsam und stellt für Actionfans eine echte Offenbarung dar.

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