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Der deutsche Kriegsverbrecher Doktor Wolfgang Manteuffel setzt sich, kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges, nach Südamerika ab. Im Dschungel führt er seine makaberen Experimente an Eingeborenen fort. Sein Ziel: Die Erschaffung einer neuen arischen Superrasse. Zwanzig Jahre später erhält der Abenteurer John Hamilton den Auftrag, eine gemischte Gruppe durch den Regenwald zu Doktor Manteuffel zu bringen, damit diese ihn zur Rechenschaft ziehen können.

River of Death ist ein typischer Output der auf preiswerte B-Action spezialisierten Cannon Group. Als Held vom Dienst wurde Michael Dudikoff verpflichtet, was sich aber als ziemlich Fehlgriff herausstellt, da dieser in den 80ern nun einmal, entgegen zu neueren Drehs, noch kaum schauspielern konnte und man ihm auch seiner größten Stärke nahm, nämlich den Martial  Arts Fähigkeiten. Da hätten die Produzenten auch den nächstbesten Muckimann von der Stange für die Rolle nehmen können. Generell ist der Cast für einen Film dieses Kalibers exzellent besetzt, neben Dudiboy sind noch Robert Vaughn, Donald Pleasance und Herbert Lom mit von der Partie, da darf der Zuschauer von vornerein getrost davon ausgehen, das das ohnehin nicht gerade überquellende Budget für diese vier Beteiligten gelöhnt wurde. Schade das bei dieser versammelten Kompetenz keiner der Beteiligten richtig Lust auf Schauspielerei hatte. Offensichtlich wurde da hauptsächlich auf den Gagenscheck geschielt.
Die Story an sich ist gewohnt plump. Ein Quatermain Verschnitt treibt eine illustre Gruppe mit unterschiedlichsten Interessen zu einem Spaziergang durch den Dschungel zu einer verlorenen Stadt, weil da ein Altnazi einen auf Mengele macht. Fragen sollte man sich allerdings schon, warum extra zeitintensiv zwei Nazijäger mit dabei sind und diese dann nebenher gekillt werden, bevor es auch nur zu einer Minikonfrontation mit irgendeinem der Braunenfraktion kommt und diese Charaktere somit noch flüssiger als überflüssig sind. Apropos flüssig, selbiges ist auch das Erzähltempo, nämlich zu oft zähflüssig, für seine beinahe 100 Minuten Laufzeit passiert einfach zu lange zu wenig. Später gibts dann wenigstens einige Shootouts und diverse Explosionen, die den Eintrag in die Action Schublade rechtfertigen. Auch ein wenig Humor hätte der Chose sicher noch gutgetan.
So bleibt ein mäßig interessantes Dschungelabenteuer ohne sonderliche Höhepunkte, nur mit einem Mindestmaß an notwendiger Spannung gesegnet, dafür mit zu vielen laschen Dialogen (man achte mal nur auf Dudis Off Stimme, die klingt wie nach einer Valium-Koma-Fete). Dann doch lieber wieder mal American Fighter anschauen.
3,5/10

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