River of Death (1989) - Steve Carver
mein obligatorischer Senf dazu:
Was hätte dieser Film für ein Fest werden können! Ostfront im Zweiten Weltkrieg, Amazonasdschungel, Abenteurer, zwielichtige Auftraggeber, Agenten, eine gescheiterte Mission, eine Zivilisationsdarstellung so grausam wie der Dschungel, eine versunkene Stadt, Ureinwohner, Piraten, KANNIBALEN UND NAZIS! Alles in einem Film! „River of Death – Fluß des Grauens“, nach der mir unbekannten Romanvorlage von Alistair MacLean, hat wirklich Potenzial. Leider versumpft dieses in der actionarmen Low-Budget-Inszenierung zu völliger Belanglosigkeit – sehr schade! Eventuell hätte ein Killerkrokodil dem ganzen ein wenig Auftrieb gegeben. Oder die Nazis hätten ihre Bio-Waffe, die die Untermenschen einfach krepieren lässt, dahingehend verfeinern müssen, dass die Toten zu Zombies werden. Oder sie hätten ein cooleres Forschungsprojekt im Dschungel anstreben können: Werewölfe zum Beispiel!
(ich will ja nicht so hoch greifen und sagen, dass eventuell ein unsichtbarer Alienkiller, der nur in besonders heißen Sommern auf die Erde kommt und im Dschungel auf Trophäenjagd geht, der Geschichte eine gewisse Würze verliehen hätte)
Was bleibt ist eine völlig abstruse und unterhaltsame Geschichte, die sich mangels inszenatorischer Fähigkeiten allein nicht behaupten kann und somit in langweiligem Unsinn vergeht. Viele der Einstellungen und Sequenzen kommen einem leider auch aus den geläufigeren (und meist wesentlich besseren) Vorbildern auch viel zu bekannt vor: 5/10 (für den guten Willen)
Im Übrigen fordere ich, dass diese im Kern eigentlich tolle Geschichte mit den von mir eingebrachten Verbesserungsvorschlägen ein Remake serviert bekommt! Die Neo-Exploitation-Welle bietet hier ja entsprechende Möglichkeiten!!! Legt los!!! Und in diesem Zuge fordere ich auch (äquivalent zum Hammer-Studio-Revival) ein Revival von CANNON! Der Markt ist da – traut euch!