Michael J. Fox spielt einen jungen Schauspieler, der endlich einmal eine anspruchsvolle Rolle übernehmen will. Um sich auf die Rolle eines Polizisten vorzubereiten, beschließt er einem Polizisten auf Schritt und Tritt bei seinen Einsätzen zu folgen, um ihn eingehend zu studieren und wählt den knallharten Polizisten James Woods. Woods, der von seinen Vorgesetzten dazu gezwungen wird, den Schauspieler mit zu seiner Arbeit zu nehmen, ist entsprechend wütend, zumal er einem Serienkiller auf der Spur ist.
Die Story ist sehr einfach gestrickt. Die Charaktere entsprechen dem Klischee, so ist Fox der junge und aktive Schauspieler und Woods spielt natürlich den kantigen Polizisten. Der Kriminalfall, den die beiden lösen müssen, um den Serienkiller zu fangen, liegt noch unter Tatort-Niveau und kann überhaupt nicht überraschen. Die Beziehung der beiden Hauptfiguren, die kaum unterschiedlicher sein könnten ist sehr flach aber auch sehr amüsant dargestellt. Die Nebenhandlung um Woods und seine neue Freundin ist überflüssig und bremst den Film nur aus. Alles in allem ist die Story für eine Action-Komödie gerade noch ausreichend.
Der Film läuft, nachdem die beiden Hauptfiguren vorgestellt wurden, sehr schnell an und entwickelt früh einen soliden Unterhaltungswert. Der Mittelteil ist überaus amüsant. Der Film nutzt wirklich alle Möglichkeiten gut zu unterhalten und setzt sowohl auf humoristische Szenen und Dialoge, als auch auf ordentliche Action-Sequenzen. Zum Ende hin ist der Film dann leider immer vorhersehbarer und da die Sprüche und Gags sich wiederholen wird er zunehmend monotoner. Das Finale setzt dann mit halsbrecherischer Action einen guten Schlussstrich unter den insgesamt ziemlich unterhaltsamen Film.
Die Umsetzung gelingt Regisseur John Badham relativ gut. Die Filmmusik ist leider nicht sonderlich auffällig und kann weder die lustigen Szenen, noch die Action-Sequenzen ordentlich unterlegen. Dafür sind die Action-Szenen gut gemacht und vor allem richtig dosiert, sodass sie den Film nicht ausbremsen sondern unterhaltsamer gestalten. Die Gags, die ebenfalls wohl dosiert sind, können größtenteils zünden und bestehen hauptsächlich aus den witzigen Dialogen der Hauptpersonen und frechen Sprüchen. Regisseur John Badham leistet also alles in allem gute Arbeit und kann an Erfolge wie "War Games" anknüpfen.
Michael J. Fox liefert nach den "Zurück in die Zukunft"-Teilen erneut eine mittelmäßige Leistung ab. Einerseits passt die Rolle des Hollywood-Darstellers gut zu ihm, aber andererseits kann man ihn aufgrund seiner schwachen Mimik und seines verweichlichten Auftretens einfach nicht ernst nehmen. James Woods ist die absolute Optimalbesetzung für die Rolle des harten und kantigen Polizisten. Solche Charaktere sind einfach seine Paraderollen, sodass es wirklich Spaß macht ihm zuzusehen. Darüber hinaus scheint der grimmige Woods Spaß am Spiel zu haben. In Nebenrollen sind unter anderem Christina Ricci und LL Cool J zu sehen.
Fazit:
"Auf die harte Tour" ist eine wirklich ordentliche Action-Komödie mit einem hervorragenden James Woods. Obwohl die Story eher schwach ist kann er durch Action-Sequenzen und lustige Dialoge sehr gut unterhalten. Die Umsetzung ist Regisseur John Badham ebenfalls gut gelungen. Der Film ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen, da er gute Unterhaltung für zwischendurch bieten kann. Allerdings ist er sehr kurzweilig und damit schnell vergessen.