Um sich auf seine neue Rolle vorzubereiten, lässt sich Hollywoodstar Nick Lang (Michael J. Fox) einen echten Cop zur Seite stellen. Die Wahl fällt auf John Moss (James Woods), der seine Fälle mit recht brachialen Methoden löst. Die beiden grundverschiedenen Charaktere müssen sich zusammenraufen, kommen sich aber öfter in die Haare als ihnen lieb ist, vor allem Moss ist genervt, zumal er neben privaten Problemen noch mit einem wichtigen Fall beschäftigt ist: Er soll den brutalen "Partykiller" fassen, der scheinbar wahllos Leute umbringt und immer wieder entkommt.
Ein Actionfilm, der eine Parodie auf sich selber darstellt - das ging oft genug schief, wie z.B. bei "Last Action Hero". Bei "Auf die harte Tour" klappte das recht ordentlich, in erster Linie dank eines toll aufspielenden Duos in der Hauptrolle, das unterschiedlicher nicht sein könnte. James Woods als knallharter Cop zusammen mit Michael J. Fox als verwöhnter Teenie-Star, der mit dieser Rolle sich selbst gehörig auf die Schippe nimmt. Aus dieser Konstellation ergeben sich einige witzige Situationen und Anspielungen auf das Genre im Allgemeinen.
Die komische Ausgangsposition kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass oft akuter Spannungsmangel herrscht. Es ist natürlich gewollt, dass die Handlung so verläuft wie in sämtlichen Buddy-Movies und ansonsten vom Polizeichef bis hin zum Oberbösewicht alle Figuren sämtliche Klischees erfüllen, doch daraus ergibt sich ein allzu vorhersehbares Muster. Langweile an einigen Stellen ist das Resultat, denn "Auf die harte Tour" ist auch kein Gagfeuerwerk, das Schenkelklopfer im Minutentakt bereithält und so stets begeistern kann.
Die Action kann sich sehen lassen, neben ein paar kurzen Shootouts gibt es einen furiosen Showdown, der eine tolle Verfolgungsjagd mit beinhaltet, allerdings meiner Meinung nach zu sehr in die Länge gezogen wird. Beim Finale auf dem Kinodach hat man es etwas übertrieben, obwohl es eine Parodie ist.
"Auf die harte Tour" können sich Actionfans ohne Bedenken anschauen, sollten aber in Kauf nehmen, dass aufgrund des selbstironischen Untertons sämtliche Klischees aufgeboten werden und so öfter Längen entstehen. Ein gutes Schauspielergespann macht das größtenteils wieder wett, der Wiedersehfaktor wird dadurch aber auch nicht größer. Einmal Ansehen reicht.