Die Giganten Streep und DeNiro treffen ein zweites Mal aufeinander und wir erwarten eine schauspielerische Explosion. Schauspielkino ist das tatsächlich, aber vor allem auch Romanze und Drama. Eher ihr Tanzbereich, ihn verorten bevorzugt hier eher nicht, was nicht heißt, dass er jenen nicht vollends abdecken kann. Wie auch immer, eine normale Rolle bzw. die eines durchschnittlichen Mannes.
Inhaltlich bewegen wir uns im Diskurs zwischen Gefühlen und Moral, die schwelende Romantik hat einen faden Beigeschmack. Mann, verheiratet und Kinder, trifft Frau, ebenfalls verheiratet. Das Grundinteresse mündet in einer unerfüllten Affäre, vereinte Herzen, getrennte Plätze. Das feinnuancierte Spiel und die gute Chemie spiegelt glaubhaft alle Situationen und Gefühle dieser bittersüßen Konstellation. Jene hat eine Besonderheit, sie lebt von einer dauerhaften Sehnsucht, nicht Tatsachen wie dem Ausleben körperlichen Begehrens. Ich zitiere seine Frau "es ist schlimmer". Für einen Moment dachte ich auch an ein außergewöhnliches Ende, dann aber doch nur das Übliche
Viel konnte ich nicht aus den 100 Minuten ziehen, außer einer Komplettierung beider Stars Filmografie und der Vergabe des beliebten Prädikats New York-Film. Erwartbar großartig gespielt, auch schmerzvoll mitreißend, aber unerfüllt wie lange Zeit diese Liebe.