Review

Also erstmal eines vorneweg: Ich habe die Bücher nie gelesen und beurteile den Film also aus rein cineastischen Gesichtspunkten.
Peter Jackson hat mit dem ersten Teil der "Herr der Ringe"-Trilogie zweifelsohne einen guten Film geschaffen. Mit viel Liebe zum Detail wird die Geschichte erzählt. Die Hauptfiguren wie Gandalf, Frodo und die Hobbits im allgemeinen werden sehr gut eingeführt und auch die Atmosphäre ist nicht schlecht. Woran es jedoch ganz eindeutig mangelt, ist die Spannung. Im Grunde schaut man sich den Film an und lässt sich dabei nur von den gewaltigen Bildern berauschen. Nur leider fiebert man dabei in keinster Weise mit den Charakteren mit. Zumindest mir ging es so. Ehrlich gesagt hätte es mich völlig kalt gelassen, wenn Frodo, Sam, der Streicher oder sonst wer im nächsten Moment das Zeitliche gesegnet hätte. So sollte es eigentlich nicht sein. Auch habe ich gemerkt, wie ich nach gut 90 Minuten langsam ungeduldig auf meinem Kinosessel herumgerutscht bin. Alles zieht sich einfach zu sehr in die Länge. Das mag Fans des Buches erfreuen, den einfachen, buchunkundigen Betrachter des Films spannt es jedoch zu sehr auf die Folter. Nichts desto trotz ist die inszenatorische Leistung von Peter Jackson brilliant. Optisch ist der Film ist ein wahrer Genuss. Auch haben viele Leute die angeblich schlechten SFX bemängelt. Nun, ich konnte keine Schwächen feststellen. Allerdings habe ich auch nicht im Kino gesessen und akribisch nach irgendwelchen Schwachstellen diesbezüglich gesucht.
Letztendlich lässt sich sagen, dass "Die Gefährten" ein inszenatorisch brillianter, gut erzählter und detailverliebter Fantasyfilm ist, welcher jedoch ganz andeutig an seiner zu langen Laufzeit und der, nur teilweise daraus resultierenden, fehlenden Spannung krankt. Aufgrund der ansonsten bombastischen Inszenierung und Bildgewalt bekommt der Film von mir immer noch sehr gute 7 von 10 Punkten.

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