Relativ neuer und weitgehend unbekannter DTV - Actionfilm mit Yukari Oshima, die nach einigen Verletzungen und dadurch bedingten Ausfällen oder Kurzauftritten hier wieder eine grosse Rolle übernahm; was dann auch das einzige Anreiz für Oshima - Fans darstellen wird, der Film an sich ist nämlich Mist.
Ergänzt von dem ebenfalls in einstmals ungeahnte Niederungen der C - Movies gesunkenen Chin Siu Ho [ der ja nun immerhin direkt neben Jet Li in FIST OF LEGEND und TAI CHI spielte ] wird hierbei grob die gleiche Geschichte wie auch bei MIDNIGHT ANGEL aka JUSTICE WOMEN verzählt: Chin Siu Ho täuscht seinen eigenen Tod vor und arbeitet dann als Undercover, währenddessen seine Verlobte und deren Schwester [ Oshima, auch Polizistin ] nach Trauerarbeit auf Rache streben, wobei die Schwester getarnt mit Maske das Gesetz in die eigenen Hände nimmt.
Nun ist das nicht unbedingt logisch und schlau von der Prämisse her - Chin beschwert sich vorher bei seinem Vorgesetzten, dass seine Verlobte bei Kenntnis einer weitere Undercovertätigkeit kurz vor der Hochzeit das sicher übelnehmen wird, ob ein vorgetäuschter Tod dann die schlaue Alternative dazu ist, darf bezweifelt werden - , auch plottechnisch geht der doch sehr billig wirkende Film dann weiterhin sehr einfache, aber trotzdem unlogische Wege. So hat die Schwester z.b. ganze 1x die Maske auf, und ist dementsprechend recht schnell enttarnt. Auch das Einschleichen in die Gang und allgemein alle Tätigkeiten von Chin sind so primitiv, dass man sich fragen muss, wer nun darauf reinfallen soll.
Abgerundet wird das Ganze durch die ewig gleichen 4 Schauplätze - Wohnung der Schwester, "Polizeirevier", Kneipenraum der für Gespräche unter Gangster dient und ein offenes Holzlager, dass wohl das Hauptquartier der Gangster darstellen soll. Dort wird sich dann quer über die Laufzeit verteilt auch am meisten geprügelt, schön gestelzt und "unfilmisch", Schnitt- umd kameratechnisch etwa so rasant und abwechslungsreich wie bei einer Bücherlesung; Schiesserein kommen ohne Blutpäckchen aus, ebenso wie die Messerstecherein, wobei ich mir dabei gar nicht mal sicher bin, dass das überhaupt Messer gewesen sind, sah eher wie geschnitzte Hartpappe aus. Nur noch schlimmer als der alte Filmtrick - einem "Erstochenen" wird das "Messer" zwischen die Achseln geschoben, so dass es wie ein Treffer aussieht - kommt allerdings die Verwendung des Maschinengewehrs herüber, wobei man den Kugeln auch durch zeitverzögertes Stoppen und Hackenschlagen ausweichen kann, wahrscheinlich um den eh schon sehr lang(weilig)en Showdown noch zu strecken.
Wie gesagt, nur für Oshima - Komplettisten.