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Nachdem der Vampir Vic Weller einer Freundin das Blut ausgesaugt hat, beschließt er sein Vampirleben zu beenden und zu den Vampires Anonymous zu gehen. Diese Gruppe hilft Vampiren ihren Durst auf menschliches Blut zu kontrollieren. Nach einem 12-Schritte-Programm wird beschlossen, dass er in eine Kleinstadt ziehen muss und Schafe zu seiner neuen Nahrung werden. Dort verliebt er sich in Maggie, die Schafhirtin. Als immer mehr Schafe verschwinden, schöpfen die Bewohner Verdacht und heuern einen Vampirjäger an, um dem Treiben ein Ende zu setzen. Vics neues Leben gerät außer Kontrolle. Was soll ein guter Vampir in dieser Situation tun?

Auch wenn es hier um Vampire geht, fehlt dieser Horrorkomödie leider deutlich der Biss. Für Horror gibt's zu wenig Blut und für Komödie deutlich kaum echte Lacher. Mehr als ein paar Situationen, die mal zum kurzfristigen Schmunzeln animieren, sind leider nicht zu verzeichnen.
Hier muß ein Nice-Guy-Vampir nach einem Besuch bei den anonymen Blutsaugern aufs Land Farm, um eine diagnostizierte Schafsblutkur zu machen. Dem Horrorfan stehen aber allein hier schon die Hauer zu Berge, wenn der gute Vic im gleißendsten Sonnenlicht ohne Helm durch die Prärie mit seinem Chopper brettert. Man merkt, die etablierten Vampir-Mythen werden hier mit Füßen getreten, was wohl lustig sein oder werden soll, es aber nicht ist.
So kommt er in ins tiefste Hillbilly Inzucht County, um seinen verordneten 12 Punkte Plan abzuarbeiten, was eigentlich aber im Klartext heißt, daß wir hier sehr episodenhaft arbeiten, da sämtliche Punkte brav nacheinander inklusive Insert absolviert werden. So darf er sich in die örtliche Schafshüterin verknallen, sich mit der Dorfjugend anlegen, während irgendwann auch die Hinterwäldler merken, das Schafe verschwinden, die sie viel lieber selbst besteigen würden (kommt nicht von mir, der Film übernimmt die Sodomiebezüge selber und der Governor von North Carolina bedankt sich für die hilfreiche Touristenwerbung als Hinterwäldler).
Vampires Anonymous ist für mich die Sorte Film, die man schon schauen kann, zwischendurch aber vielleicht mal einen Zeitungsartikel liest oder Kartoffeln schält ohne das Gefühl etwas Entscheidendes verpaßt zu haben. Dazu kommt dann auch noch eine ziemlich blutleere Synchro und fertig ist das Bla-Produkt, das eigentlich keiner braucht, wie eigentlich den Großteil "moderner Vampirfilme" so circa nach der Jahrtausendwende.
4/10

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