In diesem Film spielt Louis de Funès den Restaurantbesitzer Septime. In seinem gleichnamigen Restaurant geht es etwas komisch zu. Um zu überprüfen, ob alles in Ordnung ist verkleidet sich Septime schon mal, um seine Angestellten dann bis aufs Äußerste zu reizen und notiert sich alle ihre Ausfälle, um sie dann nachher dafür zu bestrafen. Natürlich ist er aus diesem Grund nicht sehr beliebt. Als sich ein Staatsoberhaupt in seinem Restaurant anmeldet, versetzt ihn das in helle Aufregung und damit nichts schief geht wird das ganze Personal erstmal „ordentlich“ geschult. Alles läuft gut, bis jedoch der krönende Abschluss, ein riesiges Dessert, serviert wird und der Saal kurz abgedunkelt wird, doch dann verschwindet das Staatsoberhaupt plötzlich von der Bildfläche. Septime gerät in Aufregung und stellt sein ganzes Restaurant auf den Kopf um das Oberhaupt zu finden – aber Pustekuchen, er ist nicht aufzufinden. Septime wird von der Polizei und der Sekretärin des Staatsoberhauptes unter Druck gesetzt und soll diesen so schnell wie möglich finden. Der Oberkommissar kommt dabei auf eine ganz tolle Idee und fingiert eine Geldübergabe mit Septime als Mittelsmann, um so die wahren Täter aus der Reserve zu locken, doch es kommt anders...
Die Story ist eigentlich nicht schlecht, ist jedoch viel zu durchsichtig und man weiß eigentlich ziemlich schnell, wie der Film enden wird. Auch sind mitunter Logikfehler enthalten und es wurden auch sehr unkonventionelle Sachen eingebaut. So zum Beispiel bei der Verfolgungsjagd, wo dann das Auto mit Skiern auf dem Dach, falsch herum den Berg runterschliddert oder wo das Auto von Septime schwimmen kann. Solche Sachen verursachen beim Betrachter immer nur ein müdes Schmunzeln. Die Gags sind mitunter sehr gut und man gut lachen, so zum Beispiel bei seiner Hitlerparodie am Anfang des Filmes, leider treten sie zu selten auf. Es gibt lustigere de Funès Filme.
Funès spielt die Rolle des leicht verrückten Restaurantbesitzers sehr überzeugend. Komischer Weise ist er in diesem gar nicht so hektisch, wie in den seinen anderen Filmen, wenn man mal nach dem Verschwinden des Oberhauptes von der Durchsucherei des Restaurants absieht.
Besonders ab Mitte des Filmes ist die Rolle eigentlich recht ernst, im Vergleich zu manch anderen seiner Filme, doch auch dies kann de Funès überzeugend spielen.
Die weiteren Schauspieler spielen ihre Rollen ordentlich, wobei nun man keinen besonders hervorheben kann. Einzig die Maria Rosa Rodriguez , die die Sekretärin spielt überzeugt in ihrer leicht nervigen Rolle und macht auch sonst eine sehr gute Figur
Die Sets wurden schön ausgewählt, besonders die „Verfolgungsjagd“ in den Bergen, weiß durch die schöne verschneite Landschaft zu gefallen. Ansonsten wird meistens nur das Restaurant gezeigt oder die Polizeiinspektion.
Leider habe ich eine passende Musik vermisst, die gebotene ist nämlich nicht das Gelbe vom Ei.
Alles in Allem kann man sagen, dass „Oscar hat die Hosen voll“ eine ordentliche Komödie ist, mit einem ernsteren Louis de Funès, der hier mal nicht so viel herumalbert. Leider ist die Story nicht so überzeugend und auch sonst fehlt es dem Film einfach ein bisschen an Pfiff.
Auch wenn es bessere de Funès Filme gibt, kann man sich den Film ruhig mal angucken und wird ca. 90 Minuten seicht unterhalten. Es reicht zu knappen 7 Punkten.