Cop Michael [ Ken Wong ] soll die Hung Tai Finanzgruppe im Auge behalten, dort wird anscheinend Geldwäsche im grossen Stil betrieben. Dazu kontaktiert er auch seine ehemalige Kollegin Leung Lak Lam [ Jade Leung ], die jetzt dort arbeitet und gerade ein Projekt zur Kreditvergabe an ungeförderten Studenten entwickelt hat. Nach einigem Zögern durch den Studentensprecher Chuen [ John Tang ] wird das Projekt angenommen, läuft jedoch aus dem Ruder...
Absurde Mischung aus Jugenddrama und Finanzkrimi mit winzigen Actioneinlagen, der man angesichts des hanebüchenen Handlungsverlaufes zumindest bescheinigen kann, dass keine ausgetrampelten Storypfaden begangen werden, wodurch auch ein Klecks an Spannung überbleibt.
Angesichts der auch hierzulande aufkommenden Debatte um Studiengebühren und andere alternative Lösungen ist der Film auch so richtig am Zeitgeschehen dran, nur mit dem Realitätsbezug hapert es komplett. Zum einem ist es schon erstaunlich, dass die Studenten überhaupt einen Kredit bekommen, Bonitätsprüfung oder dergleichen findet gar nicht statt. Dann bekommen sie nach den ersten Tagen voller Fehlschlägen gleich weitere, diesmal sogar höhere Summen ausgezahlt; dass funktioniert vielleicht in Absurdistan, aber nicht in der normalen Welt. Lustig und auch nicht wirklich für Intelligenz sprechend sind die wirtschaftlichen Versuche der Jugendliche, ihr Kapital zu erweitern, selbst eine Befolgung der „Kein Scherz! Mach Aus 4 $ Ganz Schnell 10000 $! So Geht’s!” – Anleitung verspricht mehr Erfolg als der Verkauf von Gesundheitspillen [ apothekenpflichtig ? ]. Die zweite ökonomische Investition in einen Shop mit raubkopierten VCD’s bringt zwar den schnellen Mammon, allerdings tauchen nach kurzer Zeit die Triaden und anschliessend gleich die Staatsgewalt auf, und machen das Geschäft dicht. Die nun wieder mittellosen Doktor - Aspiranten werden daraufhin von der Finanzgruppe terrorisiert, Plakate an der Schule und ein brennendes Mädchenklo stören den eh nicht vorhandenen Unterricht. Die Schuld wird dann ganz allein Miss Leung zugeschanzt, auch eine Möglichkeit, den schwarzen Peter der Verantwortung und Misere ganz weit von sich zu schieben; diese Szenen sind aufgrund der Dummheit mit die ärgerlichsten im ganzen Film, fast nicht mehr zu ertragen. Toppen tut es da nur noch der versuchte Suizid einer „gescheiterten“ Studentin, dann erfolgt schon der Gegenschlag in Form eines Tkkg – Einbruches in die Bank, wo sich dann im dunklen Büro mit den plötzlichen auftauchenden Finanzhaien ein minutenlanges Hide and Seek Spielchen geliefert wird, der Lichtschalter war anscheinend zu weit weg.
Die Action ist dabei wie gesagt im ganz kleinem Rahmen und durch die wenig zeigende Kamera auch nicht wirklich sichtbar, bei den zwei Prügeleien auf offener Strasse sieht man zumeist nur links und rechts die Gliedmassen am Rücken wirbeln. Zumindest werden dabei sowohl die statischen Dialogschlachten als auch die Keyboardmusik abgestellt, die dem Film von Beginn an eine sehr soapige Atmosphäre beimengen.
Darstellerisch fällt ausgerechnet Simon Loui auf der Bad Guy – Seite auf, ein herrlich schmieriger und trotzdem brüsker Charakter, der zudem noch sehr gut das Arschkriechen beherrscht. Ken Wong hat genauso wie Jade Leung nichts zu tun, bei den Jungschen reisst der eine ständig die Augen beim Agieren auf, der andere wird von Lam Chi Sin mit Brabax – Frisur gekaspert, da erübrigen sich wohl die Worte.
Falls Widesight weiterhin solche Filme auf den Markt haut, werden sie wahrscheinlich selber bald bei einer Bank vorstellig werden müssen.