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Unter den vielen Epigonen, die aus dem Edgar Wallace-Boom in der ersten Hälfte der 60ziger hervorgingen, ist "Mord in Rio" vermutlich der absolute Tiefpunkt. Abgesehen von einigen unter Wert verkauften Darstellern wie dem großartigen Helmut Lange und Reinhard Kolldehoff gibt es tatsächlich nichts nennenswertes über diesen gänzlich spannungs- und Qualitätsfreien Film zu berichten, außer vielleicht das der Titel im Gegensatz zu vielen Wallace-Filmen wörtlich zu nehmen ist, da hier tatsächlich zahlreiche Außenaufnahmen in Rio de Janeiro angefertigt wurden. Abgesehen von den beiden oben genannten Schauspielern ist die übrige Besetzung farblos und kaum der Rede wert, die musikalische Untermalung wie auch die statische Kameraarbeit auf unterstem TV-Niveau langweilen den Zuschauer zu Tode und die fürchterliche Konstruktion der Handlung inklusive plattester Dialoge tut ihr übriges um ihn endgültig zu entnerven.

FAZIT: Manche Filme bieten trotz ihrer Unterdurchschnittlichkeit doch wenigstens noch einige kleine Lichtblicke oder trashig-amüsante Momente. Doch "Mord in Rio" ist nicht mehr als ein gähnend langweiliger und erstaunlich schlechter Krimi, der den Anschein erweckt, als habe der Regisseur nur eben ein wenig Geld benötigt, um sein Auto neu lackieren zu lassen bzw. im Brasilien-Urlaub nebenher die Kamera laufen lassen. Abzuraten.

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