Lange hielt das Vorhaben die „Freitag der 13.“ Reihe begraben zu lassen ja nicht. Gerade mal ein Jahr hat es gedauert bis bereits „Ein neuer Anfang“ in den Startlöchern stand, und zwar mit der löblichen Idee die Geschichte rund um Tommy Jarvis aus Teil 4 fort zu spinnen.
Einige Jahre sind nach den schrecklichen Vorfällen aus Teil 4 vergangen. Tommy Jarvis hat die Begegnung mit Jason Voorhees nicht so gut verarbeitet und so kommt es, dass er Dauergast in vielen psychiatrischen Einrichtungen geworden ist. In seiner neusten Unterkunft bricht auch zugleich der Teufel los, nachdem ein Jugendlicher von einem Insassen mit der Axt umgebracht wurde. Mehr und mehr Tote folgen und man hat den Verdacht, dass Jason zurückgekommen ist.
Die Richtungen in die eine mögliche Fortsetzung nach Teil 4 gehen konnte waren groß. Würde man Jason wieder auferstehen lassen, oder jemand anderen in Jasons Rolle schlüpfen lassen? Allein der Tommy Jarvis Charakter bot viel Potential. Leider verlief aber nicht alles nach Plan. Tommy Darsteller Corey Feldmann aus Teil 4 stand wegen Dreharbeiten für „Die Goonies“ nur für einen Cameo Auftritt zur Verfügung und der Ersatz John Sherpherd hatte es schwer die Figur mit Leben zu füllen. Auch die restlichen Schauspieler fielen nun deutlich ab und machten alle guten Ansätze wie z.B. die psychiatrische Einrichtung zu Nichte. Vor allem Figuren wie Junior und seine Mutter schoben den Film deutlich in die Trash Ecke und raubten dem Film einiges an Atmosphäre.
Da dann auch noch Jason auf der Strecke blieb und es jemand anderes war, der im Jason Kostüm umhermetzelte (leider unter einem so dämlichen Grund, dass man es kaum glauben konnte), kam es, dass die Fans angepisst waren und von daher für viele Fans „Freitag der 13. Teil V - Ein neuer Anfang“ als schlechtester Teil der Reihe gilt. Und obwohl die Kritik in vielen Punkten gerechtfertigt ist, ist der Film nicht so schlecht wie sein Ruf.
Sicherlich wäre bei einem ernsteren Vorgehen deutlich mehr aus der Vorlage zu machen gewesen, doch auch so macht der Film Spaß. Der größte Pluspunkt ist ganz klar der phänomenale Bodycount. Mit einem Affenzahn hetzt Regisseur Danny Steinmann von Kill zu Kill und sorgt dadurch für wenig Langeweile. Teilweise geht es richtig kreativ zu Werke und das obwohl in den USA erneut vorab die Schere angesetzt werden musste. Die musikalische Untermalung wird erneut von Harry Manfredini beigesteuert. Summa summarum also genau das richtige für ein gemütliche Runde mit Chips und Bier.
Fazit: Trashige Slashervariante mit einem ordentlichen Bodycount und gelungenem Ende (aus dem aber wieder nix gemacht wurde).