Review

Kein Jason, keine Kekse!


Dass das „Freitag“-Franchise nie gut bei den Kritikern ankam, war nie Geheimnis oder Problem. „A New Beginning“ bekam damals zum Release aber ebenso massenhaft Mittelfinger von der sonst so eingefleischten Fangemeinde - und begründete damit wohl den Anfang vom Ende, den Niedergang des Franchises. „Part IV“ war in vielerlei Beziehung Bergfest - hier geht’s deutlich bergab. Und ja, auch für mich ist das der Tiefpunkt der Reihe. Ich werde hier keine flammende Gegenpredigt auf diesen krimihaft-trashigen „Hinterslichtführer“ halten. Dennoch hat selbst dieser stellenweise Totalausfall seine Stärken und gelungenen Ansätze, die ich sicher auch nicht hinten über fallen lassen werde. Erzählt wird vom nun gerade erwachsen gewordenen Tommy, der noch immer traumatisch von seiner Jason-Begegnung als Kind verfolgt wird und der nun mit ansehen muss, wie das Morden in seiner Therapiegruppe für Jugendliche erneut beginnt…

„Back to the Roots und trotzdem mal was ganz Anderes!“
Das könnte das Motto von „Jason - Part V“ gewesen sein. Inszeniert von Danny „Porno“ Steinmann, der damit auch seine Karriere in Hollywood und fast eines der erfolgreichsten Franchises aller Zeiten zu Grabe trug, muss man hier immerhin zugute halten, dass es wieder recht spannend und interessant gemacht wird, wer denn nun der wahre Mörder ist. Fast wie damals im Original. Dazu kommt ein richtig dicker Bodycount, dem höchsten der Reihe und ein paar dermaßen bizarr überzeichnete Figuren, dass ich eine gewisse Unterhaltung nicht ganz abstreiten kann. Erst recht plus den Herrn Steinmann in die Wiege gelegten Hang zur Nacktheit. Doch das alles nutzt nahezu nichts, wenn die Erklärung dann hanebüchen bleibt, der Killer nicht der ist, für den man Eintritt bezahlt hat und viele Kills gefühlt heftiger von der MPAA zerschnitten wurden als es Jason höchstselbst gekonnt hätte. Dazu kommen wie gesagt massiv Klischees, dümmliche Dialoge und Comicstrips von Charakteren, um die man weder bangt noch kennenlernen will, kann, darf. Das ist zum Teil „Texas Chainsaw Massacre 2“ näher als seinen eigenen Brüdern. Kommt bei mir nicht gut an. „Bin ich im falschen Film?“ dachte ich nicht selten. Tut manchmal sogar richtig weh - und das leider nicht, weil wieder mal ein Teenagerkopf schmerzhaft abgesägt wird! 

Fazit: für mich der bis heute schwächste „Friday The 13th“ - und das nicht nur auf Grund des mutigen/frechen/unbefriedigenden Twists! 

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