Eine Probe für eine Nummernrevue läuft völlig daneben, weil dauernd neue Künstler auftreten und zudem ein Beamter der Sitte auftaucht, um alles auf korrekte Moral zu prüfen.
Ein früher Louis de Funès mit Haaren tritt hier in einem Film auf, der vollkommen anders ist, als seine bekannten Komödien. Hier haben wir es im Grunde nur mit einer abgefilmten Reihe von Revue-Tanzszenen zu tun, um die herum noch etwas Chaos eingestreut wurde. Das soll witzig sein, ist es aber nicht mal im Ansatz.
Unser lieber de Funès rennt hier mit beständig zusammengekniffenem Gesicht herum und gackert mehrfach lange wie ein. Er "duelliert" sich sogar mit einem Darsteller, der knurrt und wufft wie ein Hund. Das ist lächerlich und dumm, aber leider nicht lustig oder gar unterhaltsam.
Vor allem sucht man eine stringente Geschichte vergebens. Vor dem Hintergrund der Theaterprobe treten Personen auf, die in solcher Szenerie einfach nichts verloren haben. Ein Klempner nebst Frau, die sich eifersüchtig streiten, sind da noch am unterhaltsamsten, zumal sie dann noch einen bemerkenswerten Striptease auf einem Seil darbietet. Der große Rest ist einfach zäh und langweilig und nur schwer durchzuhalten. Immerhin erfahren wir, dass de Funès Klavier spielen konnte.
Das einzig wirklich Positive an diesem bizarr-skurrilen Film sind die Tänzerinnen eines echten Revue-Theaters. Die sind nicht nur schön, ganz gleich ob mit oder ohne Kostümen, sondern verstehen ihr Metier. Einige Tänze sind wirklich schön. Es wird farbige Beleuchtung eingesetzt oder viel wehender Stoff (der Lilientanz ist das Highlight) und die Kostüme der Damen sind einfach herrlich. Das ist wirklich hochklassig und schön anzusehen und hätte viel mehr Sterne verdient, aber es reicht nicht, um aus diesem Werk, das fern jeglicher Theaterrealität ist, einen guten Film zu machen.
Wirklich schlechte, bisweilen anstrengende Komödie mit einem nervigen Louis de Funès. Das Fragment, das als Geschichte herhalten muss, ist rundweg doof, die Figuren sind oft lächerlich und es mangelt eklatant an Witz. Lediglich die Tänzerinnen liefern großartig ab. Und für die 50er Jahre ist das vermutlich gewagt freizügig gewesen.