Review

Ich habe seit Cronenbergs Klassikern ein Faible für kanadische Produktionen entwickelt.
So war ich auf die kleine No-Name-inszenierung White Skin sehr gespannt ... und wurde nicht enttäuscht.

Zur Storyline:
das Teil beginnt mit der raschen Einführung der beiden männlichen Hauptrollen in das Geschehen.
Keine langen Ausschweifungen sind hier zu bemängeln.
Knapp und schnell war hier die Devise des Filmemachers.
Schon nach den ersten Szenen ist dem Zuschauer klar, dass er sich in einem "möglichen Gesellschaftsdrama" befindet.
Allerdings hatte ich nach 7 Minuten erhebliche Zweifel daran, als ich die blutigen Gewaltszenen im Stundenhotel sah.

Was geht hier ab?
Diese Frage beschäftigte mich noch eine ganze Weile - natürlich hatte ich zuvor die (völlig überzogenen!) Coverangaben gelesen.
An dieser Stelle muss ich ganz klar sagen, dass der reißerische Covertext halbwegs Nonsens³ ist und womöglich nur die Horror-Hardliner als gewinnträchtige Kaufgruppe anlocken will.
Gegen Ende des Streifens wird allerdings auch diese Fraktion der Filmzuschauer szenenweise befriedigend "bedient".

Fazit:
White Skin ist ein ruhiger Film.
Leise kommen Grauen und Mysterytouch daher, ohne sich plump aufzudrängen, da im Vordergrund eine bedingungslose und schwierige Liebesgeschichte steht.
Hartgesottene Fans sollten sich wirklich eine andere DVD ansehen.
White Skin ist zu subtil in der Erzählweise, um ein "Partyfilm" zu werden.
Anleihen bei Cronenberg sind da eher zu erkennen. Schon allein die verstörende Geschichte ist eine Art Hommage an ihn.
Klein, fein ... verstörend gut gemacht - bitte kein Mainstream erwarten.
Ein besonderer Film eben ... ja, mir hat er gefallen.

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