Review

ONE MISSED CALL ist - für Miike fast noch ein Novum – fast die gesamte Laufzeit ein recht straighter Horrorfilm. Der Freundeskreis der Protagonistin dezimiert sich auf äußerst obskure Art und Weise: drastische und unerklärliche Selbstmorde, die stets durch eine aus der Zukunft vom eigenen Mobilphone aufs eigene Mobilphone gesandten Tonmessage, prädestiniert werden. Es erklingt die eigene Stimme und dann ein markdurchschneidender Todesschrei. Auch als die Kids schließlich dahinter kommen, das dies mitnichten nur ein schlechter Scherz ist, und sie eiligst ihre Nummernspeicher löschen oder das Handy gleich in die Tonne kloppen, müssen sie feststellen, dass das Unheil damit nicht abgewendet ist. Zwangsläufig beginnen sie zu recherchieren und sehen sich alsbald mit dem Geist Mädchens konfrontiert, dessen Ermordung noch ungesühnt ist ... und ab da wird ONE MISSED CALL dann einerseits so eiskalt schaurig wie bei der aus dem Fernseher herankrauchenden Sadako, und bekommt andererseits in der Lösung des Konflikts eine psychologische Tiefe. Aber genau an dieser Stelle, unentschieden und mit dem nagenden Bewusstsein, dass noch etwas fehlt, lässt Miike uns nur halb durchgefroren zurück. ***

Details
Ähnliche Filme