Review

Story:
Die junge Studentin Yoko bekommt einen seltsamen Anruf. Als sie die Nachricht abhört, erklingt ihr eigener Todesschrei. Genau zwei Tage später wird Yokos entsetzlich verstümmelte Leiche gefunden. Als zwei weitere Jugendliche unter ähnlich mysteriösen Umständen sterben, beginnt ihre Freundin Yumi Nachforschungen anzustellen. Langsam beginnt sie, an eine übernatürliche Erklärung für die Geschehnisse zu glauben. Doch plötzlich klingelt Yumis Handy. Ihr bleibt nur noch wenig Zeit, dem grauenvollen Geheimnis auf die Spur zu kommen.



Kritik:
The Call ist schon ein kommerzieller Film, wenn nicht sogar einer der kommerziellsten von Takashi Miike. Die Ähnlichkeiten zu den großen asiatischen Horrorfilmen Ringu (1998, späteres US-Remake The Ring), Phone (2002) und Ju-On - The Grudge sind unübersehbar, aber die - ich sage mal abgeschauten - Ideen sind sehr gut von Miike eingesetzt worden und er hat die Story, die sicherlich nicht realistisch ist, dafür aber sehr mysteriös und unheimlich, gekonnt umgesetzt. Allgemein und kurz zusammengefasst geht es darum: Es wird ein Gerücht verbreitet, dass sich der Geist einer hasserfüllten Frau durch die gespeicherten Nummern der Handys arbeitet und so ein Opfer nach dem anderen findet.
Dass bahnbrechende Neuerungen bei The Call aufgrund der oben genannten Tatsache nicht zu erwarten sind, muss ich wohl nicht noch weiter erläutern.
Dennoch: Auch wenn ich nicht viel von Handys halte, finde ich die Idee ein Handy als Instrument der Angst in einem Film zu verwenden, schon sehr klug. Heutzutage leben wir nunmal im Handyzeitalter und als der Film anlief, war ja der Handyboom so ziemlich auf der Spitze. So sprach Miike eine große Zielgruppe an, vorausgesetzt, sie interessierte sich auch für Horrorfilme.

Der Film ist mit Kou Shibasaki (Battle Royle) in der Hauptrolle sehr gut besetzt und auch die Schockelemente sind gut platziert. Zusammen mit den optisch ansprechenden visuellen Effekten und den guten Soundeffekten, hab ich mich schon das ein oder andere Mal erschrocken, besonders gegen Ende, welches mir persönlich gut gefallen hat. Der Schluß des Films wird nämlich noch etwas ausgeweitet und bietet dann etwas Freiraum für persönliche Interpretationen. Einige Zuschauer werden das kritisieren, andere hingegen eher zu einem zweiten Anschauen einladen, um auch auf Details zu achten, denen sie vorher kaum Beachtung geschenkt haben und nun mit anderen Augen sehen.

Film: 8/10

Details
Ähnliche Filme