Freeze Frame(Koch Media) Hier kommt eine Entdeckung, die mich wirklich aus den Schuhen gehauen hat. Freeze Frame, mit Lee Evans (Funny Bones, Das Fünfte Element, Mäusejagd, etc.) liefert in diesem Film eine schauspielerische Tour de Force ab, die ich in der Extremleistung bisher selten gesehen habe. Der in erster Linie durch Komödien bekannt gewordene Schauspieler agiert hier als ein des Familienmordes zu unrecht in Verdacht geratener Vollzeitparanoiker. Um nun seine Unschuld nachhaltig beweisen zu können, und nie wieder in so einen Verdacht zu geraten, zeichnet er ab dem Zeitpunkt jede Minute seines Lebens via Camcorder auf. Sein nahtloses Alibi gerät ins wanken, als eines Tages die Polizei an seine Pforten klopft. Nun gilt es, die eigene Unschuld zu beweisen.Mit Hilfe von experimentellen Bildmontagen, klaustrophobischen Kulissen und glaubwürdig agierenden Schauspielern schafft es der Regisseur John Simpson in seinem zweiten Spielfilm, den Zuschauer über 95 Minuten mit einer packenden Story zu fesseln. Erste Eindrücke erwecken Erinnerungen an Orwellsche Gedankenwelten, dies kippt jedoch nach der Hälfte des Filmes in eine twistreiche Verwirr-Detektiv-Story mit spannungsgeladenem Ende. Unterstützt wird dieser Eindruck von einer dynamischen DTS-Tonspur und einem sauberen, klarem Bild ohne merkliche Fehler.Als Extras gibt es die üblichen Trailer, Biografien und ein Making Of.Für Freunde experimenteller Klaustrophobie-Thriller ist dieser in einer schönen Steelbox verpackte Film ein echter Hingucker, der schon auf dem Fantasy Filmfest 2005 zu begeistern wusste. CFS
08/10