Von Opiumhöhlen und Geisterkatzen
In bester Tradition von Zatoichi und Co. - nur deutlich femininer! - kommt dieser Asia-Geheimtipp über eine blinde Frau bzw. Schwertkämpferin mit nebeliger Vergangenheit, die mit einer gefürchteten Yakuzachefin (!) und ihrer Bande noch eine halbe Hühnchenfarm zu rupfen hat…
Scheide sanft wie Seide
Unter den Blinden ist die… „Blind Womans Curse“ größte Stärke wie Schwäche ist seine Vielseitigkeit und Unkonzentration. Zuerst Gangster- bzw. Schwertkampffilm, sogar mit kurzen Knastfilmeinschüben. Dann immer wieder mit übernatürlichen Horrorvibes. Oft zackig durchbrochen von asiatischem Slapstick z.B. über stinkende Roben im Intimbereich. All das ergibt eine teils krude und sprunghafte, teils unterhaltsame, immer überraschende Mixtur. Zwischen Pinku, Chinese Catghost Story, Yakuza und Wuxia. Herausragend gefilmt, mit zwei absoluten weiblichen Ikonen, mit knackig-kurzer Laufzeit, einem blutspriessenden Showdown und wie gesagt ständiger Unberechenbarkeit und oft genug Ungläubigkeit beim Zuschauer. Und wie toll, poetisch und subversiv ist denn das finale Duelle der Damen?! Allein wie sich die gemalten Wolken im Hintergrund aufwirbeln… Wundervoll! Da war manch eine Konfusion vorher fast vergessen.
The Girls with the Dragon Tattoo
Fazit: ein ungestümes Easternshuriken voller Frauenpower, Gewalt, Schönheit und Tempowechsel… Zieht gut durch. Wirr und chaotisch. Unberechenbar. Und Meiko Kaji ist und bleibt eine schnetzelnde und tänzelnde Traumfrau!