Review

So hatte sich die achtzehnjährige Catherine das nicht vorgestellt: Nach dem Abi zu ihren Eltern an den Amazonas, doch die gute Laune ist schnell am Arsch, als ihr Floß von Eingeborenen überfallen wird und ihre Eltern das Zeitliche segnen müssen. Sie selbst wird zwecks Vergnügungen verschleppt, doch als man mitkriegt, dass sie noch unschuldig ist, darf sie wie die Kinder herumtollen. Ihr Hass auf die Mörder ihrer Eltern ist groß, doch da ist auch so etwas wie Sympathie für einen großen Krieger. Die Jahre im Dschungel gehen nicht spurlos an ihr vorbei.

Tja, so kann's gehen, die echten Kannibalen-Freaks werden einen dicken Hals bekommen, wenn sie merken, dass in der vermeintlichen Fortsetzung zum Kultschocker "Cannibal Holocaust" nicht ein Mensch aufgefressen wird! Andererseits müssen wieder jede Menge Tiere dran glauben, was so manchem kranken Gehirn wohl den Kick gibt. Die Story ist erwartungsgemäß keine Erleuchtung, aber doch erkennt man kleine Unterschiede zu den Genre-Kollegen: So ist eine Romanze im Dschungel-Splatter weitgehend neu. Ansonsten nichts neues im Urwald: tote Tiere, drastischer Splatter, nicht gerade professionelle Filmcrew, lahme Musik und ein klein wenig Dschungel-Atmosphäre.
Kurz gesagt: Fans der Hardgore-Fraktion dürften ihren Spaß haben, allen anderen sei abgeraten.
Härtegrad: 6 von 10
Gesamteindruck: 4 von 10

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