Review

Die schlichte Story wiederzugeben, die hier in aller Wirrheit erzählt wird, ist eigentlich fast schon überflüssig, denn dieser Amateurstreifen zeigt zumindest in der ersten Stunde eine wüste Aneinanderreihung von Erniedrigungen, Folterungen und Morden, die drei Wahnsinnige ihren Opfern zufügen. Neben den immens expliziten Darstellungen fallen vor allem die technischen Mängel auf, die Kamera ist stets verwackelt und der Schnitt gleich so, als hätte ein Hobbyfilmer sein rohes Snuff-Material veröffentlicht. Filmisch ist also nichts zu holen, als Spielfilm hat dieser Streifen klare null Punkte verdient. Die meisten Interessierten werden sich das allerdings unter anderen Gesichtspunkten zu Gemüte führen, schließlich wird dieser dreckige Haufen Zelluloid wegen seiner obszönen und äußerst brutalen Szenen in bestimmten Kreisen Beachtung finden. Entgegen den meisten Amateurwerken fallen die unbedarfte Rauheit und die sicher agierenden Darsteller auf, die mit ihren Opfern gewaltig die unverschämte Sau rauslassen. Egal, ob ein Penis abgeschnitten und vaginal eingeführt wird, Sex in den Eingeweiden einer Leiche gezeigt wird oder die Geiseln minutenlang unter hämischem Gelächter angekotzt werden, die Grenzen des guten Geschmacks verschwinden in weiter Ferne. Das vierköpfige Regie-Team geht dabei viel weiter, als Eric Stanze ("Scrapbook") oder Andrew Copp ("Mutilation Man") etwa, zumal bei einigen Szenen kaum noch zu unterscheiden ist, welche Effekte wie getürkt wurden. Man verlässt sich nicht nur auf die genretypischen Splattereinlagen, die es durchaus auch gibt, sondern bricht die Tabus selbstzweckhaft, wo es nur geht. Das Ekelbarometer ist bis zum Anschlag nach oben geschraubt, fragt sich nur, wer das bis zum Ende erträgt. Denn auch eingefleischte Exploitation- und Splatterfans dürften aufgrund der technischen Mängel schnell Augenschmerzen kriegen, dieser Streifen lässt die Handkamera aus "Blair Witch Project" wie bildstabilisiert wirken. Was es leider nicht gibt, ist eine vernünftige Dramaturgie, die ständigen Fiesheiten nutzen sich beim Betrachten etwas ab, zudem sind die einzigen etwas spielfilmorientierten Szenen am Schluß, anders herum wäre es wohl schlauer gewesen. Der Anspruch, einen der harschesten Filme der Geschichte zu drehen, gegen den Filme von Kollegen wie Jim von Bebber wie Jugendfilme erscheinen, ist offensichtlich, kaum aussagekräftig geben die ständig fluchenden Akteure Nekrophilie, Vergewaltigung und sonstige Sauereien zum Besten. Als Exploitation der Exploitation wegen betrachtet ist das eine Herausforderung für Leute, die auf der Suche nach den übelsten bewegten Bildern aus dem Untergrund sind. Wer mehr erwartet oder gar einen netten, unterhaltsamen Amateursplatter, wird die geballte nihilistische Niedertracht definitiv nicht bis zum Ende ertragen.

Fazit: Lässt man das filmische Debakel etwas beiseite ist das als 110%ige Extrem-Exploitation eine 8/10 Punkten

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