Review

Eine Frau und zwei Typen foltern/töten verschiedenste Leute. Die furchtbaren Taten werden von ihnen gefilmt...

MORDUM tritt wie ein "Snuff-Film" auf. Der gesamte Film wurde mit einer – oft viel zu stark verwackelten – Handkamera gefilmt. Der Film wirkt insgesamt weitaus düsterer, erschreckend viel realistischer, als beispielsweise der öde SNUFF ROAD.

Die meisten Darsteller agieren sehr glaubwürdig. Ich habe den Begriff Darsteller ganz bewusst gewählt, da man sie nicht als Schauspieler bezeichnen kann. Einige sind offenbar auch ohne erst schauspielern zum müssen bereits Psychopathen... Und die zwei Frauen, über die mehrmals erbrochen wird, brauchten vermutlich dringend etwas Geld (für noch mehr Drogen?)...

Ja, ich mag "extreme" Filme sehr. Ja, ich habe Filme wie PIG, THE MUTILATION MAN, SCRAPBOOK, RUBBER'S LOVER oder SUBCONSCIOUS CRUELTY hier mit 10 Punkten bewertet.
Aber wenn man in MORDUM zum Beispiel für längere Zeit mit ansehen muss, wie die Leiche eines Kindes vergewaltigt wird (zwar gestellt, auch nicht extrem grafisch), dann geht sogar mir das zu weit!

Klar, wenn in einem AFTERMATH eine Frauenleiche oder in VASE DE NOCES ein Schwein gefickt wird, ist dies auch echt "krank". Der große Unterschied bei diesen Filmen im Vergleich zu einem MORDUM liegt jedoch darin, dass das Ganze dort «künstlerisch»/anspruchsvoll verpackt wurde, dass auf den Inhalt des Films (erstaunlich viel) Wert gelegt wurde.
MORDUM hingegen ist einfach nur dämliche Exploitation...

Klar, Hardcore-Fans von Exploitern MÜSSEN Mordum besitzen/gesehen haben. Aber wer diesen Film wirklich toll findet, ist meiner Meinung nach schon ein... ähm...


Zu meiner Bewertung:
Es gibt höchst wenige Filme, denen ich nur auf Grund des Inhalts (beziehungsweise einzelner Szenen) das Punkteminimum vergebe. Beispielsweise SPIELEN WIR LIEBE, HOLOCAUST 2 und jetzt eben auch MORDUM...

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