Review

....Mordum.....
...Mordum ist ein Geschichte, die nur das Leben schreiben kann....
Er wirft eine klassische, rethorische Frage auf : Wer ist der größere Idiot ? Der Idiot an sich, oder der Idiot, der ihm folgt ? Ich hab das Teil in der ( logischerweise ) ultrararen, von irgendwelchen U.S- Vollprolls die kein Mensch kennt, signierten, auf 1000 Stück limitierten, Director's Cut Fassung bei verschiedenen Internetmarktplätzen gesehen....und das Ding ging nicht unter 130( !!! ) Euro bzw. 140 Dollar weg. Wer bezahlt für einen Amateurfilm dieses Geld ??? Das irgendjemand so etwas dreht, ist die eine Sache; das jemand das passiv sponsort, die andere. Peinlicherweise hat das aber auch mein Interesse geweckt und ich hab mir das Teil mal gegeben. Ich habe weniger bezahlt....also um genau zu sein, habe ich das bezahlt, was "Mordum" wert ist........nämlich nichts.

Ich bin definitiv kein Amateursplatterfan ( eigentlich hasse ich sie ) und es gibt ohnehin nur 1 1/2 Amateurhorrorfilme die mir gefallen haben. Der Eine ist " Dunkel - Das erste Kapitel ", der Halbe ist......naja, eigentlich keiner sonst. Vielleicht kann man daraus entnehmen, daß ich dem Film von vornherein nicht unbedingt freundlich gesonnen war, bzw. eigentlich gar nicht mal der potentielle Konsument bin, aber, so Leid mir das tut, bin ich eben auch ein Kind dieser Zeit, und ab und an giert man eben nach "mehr" oder diesem gewissen........Dreck.
Vielleicht bin ich mitlerweile zu "alt" geworden ( wär dann aber in den letzten 5 Jahren seit meiner Volljährigkeit ziemlich schnell gegangen ), oder vielleicht bin ich auch zu sehr abgestumpft ( glaub ich aber nicht ) aber dieses "mehr" wird man nicht finden. Ich verzichte deshalb auch gleich mal auf dieses Pseudomoralgewäsch von wegen abartig, abstoßend und menschenverachtend. Erstens würde das mit Sicherheit einige Leute dazu bringen, diesen Film haben zu wollen, zweitens ist er das bei nüchterner Betrachtungsweise einfach nicht. Er ist einfach nur LÄCHERLICH. Lächerlich, grottig und absolut billigst. Nochmal zur Verdeutlichung : BILLIGST. Vom filmtechnischen Blickwinkel aus gesehen, kann jeder Leser dieser Zeilen etwas mindestens Gleichwertiges verbrechen ( und dann würde er es wegschmeißen, weil es, wenn man bei halbwegs klarem Verstand ist, nicht verwertbar ist ): Man nehme irgendeine Kamera, gehe aus dem Haus, filme einfach mal ins Blaue, nehme den Windows-Movie-Maker ( Final-Cut-Pro oder Ähnliches will ich gar nicht erwähnen ) und rotze das Ganze ( grob ) zusammen. Fertig!
Gut, mit den ach so schlimmen Dingen hätte man wahrscheinlich ein Problem....aber eigentlich auch nicht: Man nehme einen bekifften oder bepilzten Freund ( findet man bestimmt in jedem gut sortierten Bekanntenkreis ) und einen Zweiten, dem man einen Kasten Bier reinpummt und ihn animiert, mal in Richtung des Ersten zu kotzen. Tja, das wärs dann eigentlich. Ach ja......wenn man dann schon mal den Bekifften und den Besoffenen da hat, dürfte ein Drehbuch sowieso kein Problem mehr sein....und wenn man sich dann noch ( gaaaanz witzig ), total unmotiviert, mit irgendwas Rotem einschmieren darf, wird das Ganze bestimmt ein ziemlich erinnerungswürdiges Partywerk. ( Director's Cut draufschreiben und für 100 Euro auf der nächsten Börse an irgendwelche Amateurfans verscheuern........eine geile Welt in der wir leben ! )

Jeder, der sowas als "realistisch" sehen möchte, muß dem Film schon seeeeehr offen gegenüber stehen. Ich will nicht sagen, daß derjenige einen Schatten hat, weil das erstens doch zu heftig wäre und weil meine Review sonst gekickt wird, aber seltsam finden darf man es schon. Natürlich ist der Film in gewisser Hinsicht realistisch. Da die Macher wirr, einfach sinn- und drehbuchlos in ihrer vergammelten U.S. Vorortprovinz rumfilmen, sieht das logischer Weise nicht gestylt oder gestellt aus. Aber "realistisch" ist das nicht.
Gleiches gilt für ein Gefühl der "Beklemmung" oder "Intensität", das man empfinden könnte oder möchte. Dieses Werk ist zu blöd und zu peinlich als das man sich das wirklich einreden könnte. Es ist eine Aneinanderreihung von Ekelszenen und, beim besten Willen, es ödet eher an, als das es schockt.

Kurz und schlecht : Der Film ist kein Film, er ist ein bodenloses Nichts. Wer in dem Film etwas sehen will, soll das tun, nur leider fehlen diesem Werk trotzdem exestentielle Grundzüge die die Definition Film rechtfertigen würden. Dementsprechend weigere ich mich auch, ihm irgendeine Note zu geben. Ich schau mir das nächste Mal, wenn der Drang nach "Dreck" aufsteigt, lieber wieder Vegetarierinnen 2 an ( Hallo Ironie ! ). Dem konnte ich guten Gewissens 1 Punkt geben ( einen Halben für den Titel, einen Halben für das Cover ), da man ihn ganz entfernt vielleicht sogar als Film bezeichnen kann.
Moralapostelei zum Schluß : Was in dem Film ganz selbstverständlich gezeigt wird an Kotzen, Kastration, Puppen-Pädophilie und propagierter Dummheit-Coolness, stört mich nicht im Ansatz; wie aber der durchschnittliche Großstadt-Ghetto-Hauptschüler darauf reagiert und welche Schlüsse er daraus zieht (Stichwort : Handyfilmchen).....naja......

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