August Underground's Mordum - brutales Meisterwerk oder kranker Amateur-Pseudo-Snuff?
Zwei Männer, eine Frau, eine Handkamera, jede Menge Perversitäten.
So oder ähnlich könnte man AUM in der Kurzfassung beschreiben. Tatsächlich setzt sich dieser Film auch NUR aus diesen drei Elementen zusammen, denn im Gegensatz zu "richtigen" Filmen geht es hier um pure Exploitation in derbster Form. Und genau dort liegt der springende Punkt: wo andere Filme wegblenden bzw. gar nicht erst zu dem Punkt kommen (z.B. das Aufschlitzen einer Frau bei lebendigen Leibe plus Sex mit ihren Eingeweiden oder die pure Freude über erzwungene Selbstkastration mit einer Schere) halten unsere drei Helden hier erst richtig drauf und machen sich über das Geschehen lustig/geilen sich daran auf. Wie weit man das Geschehen verfolgen will, bleibt jedem selbst überlassen, aber seien wir doch mal ehrlich: jeder, der diesen Film gesehn hat wusste zumindest halbwegs, was ihn erwartet, also muss ein Gewisser Hang zum Voyerismus und Sadismus bestanden haben. Mir jedenfalls hat der Film bei zunehmender Laufzeit immer besser gefallen weil er vor allem eins ist: mutig. Mutig insoweit, als das hier wirklich ALLES gezeigt wird, was die Palette an Folterungen und Erniedrigungen hergibt. Ein so extremer Exploiter muss erstmal ein zweites Mal gedreht werden. Hinzu kommt noch, das der Film niemals langweilig wird, da eine blutige Szene der Anderen folgt und die FX zudem auch noch sehr realistisch realisiert wurden.
Fazit: drei sympathische Menschen, ein abgefahrener Film, jede Menge Spaß (für Sadisten wie mich) und ein Meilenstein in der Geschichte der "Extremfilme".