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Bevor 1989, die berühmt, berüchtigte Serie "Geschichten aus der Gruft" das Licht der Welt erblickte, gab es bereits 1972 eine Verfilmung der berühmten Comic-Reihe! Hier ist der Cryptkeeper noch aus Fleisch und Blut und noch bei weitem nicht so gackernd veranlagt, wie sein skelettartiges Ich, in späteren Zeiten. Und auch die 5 Episoden gehören zu den Besseren!

Da sei vor allem die "Weihnachtsepisode" erwähnt, in der ein verrückter Weihnachtsmann die Runde macht. Perfekt inszeniert und ungewöhnlich in Szene gesetzt. Denn es gibt hier keinen aufdringlichen Score, sondern die ganze Zeit dudelt, ununterbrochen, klassische Weihnachtsmusik aus den Boxen, die einem ein merkwürdiges Gefühl beim Zusehen geben. Vor allem wenn bei "Stille Nacht - Heilige Nacht", dem wohl "heiligsten" aller Weihnachtslieder, das blutige Finale läuft, hat man schon das Gefühl, das hier irgendwas nicht zusammenpasst und doch unheimlich gut rüberkommt.

Und auch drei der vier restlichen Episoden sind äußerst spannend und mit netten Ideen gespickt! Nur die letzte Episode zieht sich dann doch sehr in die Länge! (Da mir diese Episoden, aber nicht mehr so sehr im Gedächtnis sind, gehe ich jetzt nicht genauer darauf ein!)

Insgesamt ist der Film auch weit weniger "slapstickartig" als seine Nachfolger. Sprich, der ganze Streifen ist eher "ernster" Horror, als Horror-Comedy. Es gibt zwar auch hier, an manchen Stellen, was zu lachen, aber bei weitem nicht so stark ausgeprägt, wie z.B. bei "Ritter der Dämonen"!

Fazit: Der erste Gruft-Film überzeugt mit spannenden Episoden und guten Darstellern. Zwar nur ein kleiner aber doch sehr feiner, Horrorfilm!

Wertung: 8/10

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