Review

Der Film ist von 1976.
Damals gab es weder Star Wars noch schicke Computeranimationen - gute Tricks waren selten und nur in A-Movies zu sehen.

Die B-Movies glänzten durch trashige Szenen und manchmal recht dürftige Effekthascherei.

Tiere wurden überlebensgroß gefilmt und in verhandenes Filmmaterial mehr recht als schlecht hineinkopiert ... manchmal auch mehr schlecht als recht ...
Ebenso verfuhr der berühmt-berüchtigtigte Regisseur Gordon bei dem vorhandenen Horrorfilm-Produkt.

Mehr schlecht als recht:
die Wespenszenen sind nicht nur billig sondern auch völlig überflüssig. Das Makeup des mit Gilft vollgepumpten Mannes ist dann wieder recht ansehnlich.
Die Würmerszene sieht ekelig echt aus. Leider verhält sich die Darstellerin hier strunzdumm.
Über die übergroßen Hühner im Stall hänge ich den Mantel des Schweigens - das geht als Total-Trash gerade noch durch.
Kommen wir zu den Ratten: teilweise billig hineinkopiert, dann wieder gut kombiniert. Hin und wieder putzige Kopfmasken, zwischendurch schreiende Darsteller mit erschreckend viel Kunstblut im Gesicht. Nun ja, die Sache ist recht unausgegoren ... aber was soll´s ... ich habe mich schon schlechter amüsiert.
Die Belagerung des Farmhauses und der fetzige Schlusskampf runden die B-Movie-Angelegenheit ab.

Fazit: Ich will für diesen Film eine Lanze brechen ... auch auf die Gefahr hin, dass ich ganz alleine da stehe.

Klar sind die Darsteller schlecht - das gab´s aber auch schon übler.
Klar sind die Tricks manchmal aus der untersten Schublade - aber langweilig sind sie gewiss nicht.
Die Action - manchmal haarsträubend - unterhält in den Grenzen des Horrorgenres.
Die Tonkulisse ist klasse (Rattenfauchen z.B.).
Manche Schocks sitzen auch.
Ausserdem ist der Zuschauer über diese Geschichte eh amüsiert - vergnüglich wie eine Fahrt in ´ner Billig-Geisterbahn (das hat bekanntermaßen auch seinen Reiz).

Mir gefällt das Movie immer noch, gerade weil es so ist, wie es ist ...

Nostalgische B-Movie-Fans sollten sich nicht davon abbringen lassen und diesen Streifen ansehen.

Die 85 Minuten unterhalten auf eine ganz besondere Art und Weise.

Ach ja, warum der Film ein 16er-Rating hat ist mir völlig schleierhaft. Ich hätte ihm ein 18er verpasst - und das ist kein Witz!

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