Mit "Heartbreak Ridge" wurde endlich mal wieder ein Kriegsfilm produziert, der wirklich sehenswert ist. So wird der Zuschauer schon am Anfang durch etliche schwarz-weiß Aufnahmen auf das Thema eingestimmt. Allerdings geht es in diesem Film nicht darum, den Krieg als solchen darzustellen. Vielmehr lässt sich der Streifen viel Zeit, die Ausbildung seiner Rekruten aufzuzeigen. Auch wenn diese Ausbildung etwas verharmlost wird, unterhält sie den Zuschauer sehr gut. Denn an Humor mangelt es hier nicht. Besonders durch die Sprüche von Clint Eastwood, der in seiner Rolle auch sehr dominiert, gelingt es dem Film, dem Zuschauer immer wieder ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.
Überhaupt ist die Truppe um Eastwood eine sehr lasche Gruppe und ist eigentlich gar nicht so, wie man sich eine Armee vorstellt. So dauert es auch einige Zeit, bis die Rekruten ihren Sergant akzeptieren. Nebenbei bekommt der Zuschauer auch noch eine Lovestory serviert, in der sogar ab und an die Fetzen fliegen.
Erst nach ungefähr 90 Minuten macht sich die Truppe zum Kampfeinsatz auf einer Karibikinsel auf. Hier können sie ihre gelernten Fähigkeiten unter Beweis stellen. Wer jetzt massig Tote erwartet ist hier falsch. Vielmehr geht der Streifen hier auf die Zusammenarbeit der Kämpfer ein zeigt auch einige Gewissenskonflikte auf, die nach dem Töten der Feinde auftreten.
"Heartbreak Ridge" ist ein erfrischend anderer Kriegsfilm, der zu keiner Zeit gewaltverherrlichend wirkt und trotz des ernsten Themas jede Menge Humor bietet. Diesen Streifen sollte man nicht verpassen, jedoch möglichst auf DVD oder Video sehen, da die Fernsehausstrahlungen oft stark die Schere ansetzen!
gute 8 Punkte