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Wir befinden uns in einem Verließ. Ein Sträfling wird von zwei Wachmännern den Korridor entlang geschleppt, Richtung „Folterzelle“.
Dort angekommen wird er an einer Vorrichtung angekettet, die sehr nach einer Streckbank aussieht. Der Straftäter ahnt schlimmes, und befürchtet dass ihm nach der Prozedur das Bett in der Gefangenenzelle zu klein wird.
Doch zu seiner Überraschung handelt es sich nicht um eine Streckbank.
Auch sind keine Äxte, Peitschen, Hämmer, Spieße oder gar ein brennender Kamin in der Folterzelle zu entdecken.
Stattdessen verkabelt gerade des Henkers kleiner Gehilfe den DVD Player mit dem TV.
HÄÄÄ?“ denkt sich der verwunderte Sträfling, und sieht wie der Henker eine geheimnisvolle glitzernde Scheibe in seiner Hand hält.
Eine seltsame Scheibe mit einem hässlichen Clown-artigen Halb-Mann-Halb-Frau Wesen, betitelt mit „Daniel – Der Zauberer“.
Des Königs Urteil war eindeutig wie grausam: Folter durch Erdanielung!
Nun ahnt der arme Marktdieb gar schreckliches.
Der Henker schiebt schon mal die DVD in den Player während der kleine Gehilfe noch die Dolby Surround Anlage anschließt.
Er dreht Bass- und Lautstärke auf eine Höhe, die jenseits von Gut und Böse liegt, während der Henker nun den 10-sek Selbstauslöser im Menü einprogrammiert, damit er noch schnell entkommen und die Türe fest verschließen kann.
Nun beginnt der Film, und das Grauen nimmt seinen Lauf…

„Maaaaaai Laif is Määääädschick and sooooooou aaaaaaaahh jüüüüüüü“

Die ersten fürchterlichen Töne sind schon zu vernehmen, allerdings ist nicht ganz eindeutig von wem diese stammen. Ist es das Opfer, das vor Elend und Qual vor sich hinschreit, oder ist es das Folterinstrument Daniel Küblböck welches völlig talentfrei Geräusche ablässt, die so etwas ähnliches wie „Gesang“ darstellen sollen?
Das weiß nur der Häftling, er ahnt aber noch nicht, dass das erst der Auftakt war, und diese Qual noch 70 Minuten weitergehen wird.

Zitat von Küblböck: Warum hassen mich denn alle?

Was muss der Ärmste noch alles über sich ergehen lassen?
Neben dem grässlichen, peinlichen, möchtegen-erwachsenen Gesang, ist es der Sänger selbst, der für Augenkrebs sorgt!
Daniel Küblböck läuft permanent in obertuntigen, supergeschmacklosen Outfits herum, die weder Mann noch Frau anziehen würden.
Dazu gibt dann der Küblböck Tanzeinlagen in Form von blödsinnigem, uninspiriertem Gezappel von sich, die jede letzte vage Vermutung zerstören, in diesem Kerl würde noch ein Fünkchen „Talent“ stecken.
Mit diesem unvorteilhaften Erscheinungsbild, den peinlichen Gesang und den sehr homosexuellen Gesten strahlt Daniel Küblböck die absolute Vollidioten Aura aus und schafft es damit nicht das zu erreichen, worum es dem Regessieur Ulli Lommel bei dieser „Film-„ Produktion überhaupt ging.

Worum geht es denn hier eigentlich? Was hatte Ulli Lommel vor? Was wollte er mit diesem Spektakel bezwecken? Oder ganz einfach auf Deutsch gefragt:
Was soll eigentlich der Scheiß??

Positive Energie ist hier das Stichwort.
Wohl kaum ein anderer äh *hüstel* Musiker hat gleichermaßen viele Fans wie Feinde. Dass die Zahl der Gegner wahrscheinlich sogar überwiegt, ist nicht abzustreiten. Die Gründe dafür wurden bereits einen Absatz weiter oben genannt.
Und nun geht es Ulli Lommel eben darum, zu zeigen dass Daniel Küblböck doch eigentlich ein ganz dufter Kerl ist.
Daniel ist jemand der die Leute mit seiner friedlichen, sympathischen Aura in den Bann zieht und verzaubert….Daniel der Zauberer.
Viele hassen ihn, doch wenn sie ihn erstmal kennen lernen und genau auf seinen Gesang und die Lyrics achten, sehen sie die wahre Schönheit in ihm, und können es am Ende doch nicht über sich bringen den Daniel einfach über’n Haufen zu schießen…

Tja das dachte sich Lommel so, doch beim Zuschauer kommt das leider in keinster Weise an.
Alles was Küblböck-Hasser an Daniel auszusetzen haben findet sich in diesem Film wieder.
Und gelang es Küblböck schon im Real Life nicht seine Hasser zu bekehren, schafft er es auch in diesem Machwerk nicht. Lediglich die Filmfiguren müssen sich, per Drehbuch gezwungen, von Daniel und seiner achso positiven Energie auf völlig unglaubwürdige Art und Weise „verzaubern“ lassen.

Dass diese Message beim Publikum nicht ankommt, hat zwei Gründe:
A: Die Schauspieler sind alles untalentierte Dilletanten, die nicht nur teils doof aussehen, sondern auch sprechen wie 10jährige, die gerade vor der Klasse ihr schlecht gelerntes Gedicht aufsagen;
Und
B: Der Regessieur Ulli Lommel liefert hier ein absolut inkompetentes Machwerk der Marke D-Movie ab, welches von allem entbehrt was einen in minimalistischer Betrachtung halbwegs erträglichen Film ausmacht.

Das geht schon bei der Optik an, die Fragen über Fragen aufwirft, weshalb das denn alles so billig aussieht, auf welchem Basar diese Amateur-Kamera ersteigert wurde, welcher Kameramann für das schlechte Filmen verantwortlich ist, und vor allem weshalb Herr Lommel so einen Mist überhaupt zulässt????
Die ohnehin schlechten Leistungen der Darsteller werden damit auch noch verstärkt.
Selbst ein Robert De Niro würde einiges an Charisma verlieren, wenn er sich in so einem Schund wieder findet.

Nichts von dem, was sich am Bildschirm abspielt ist in irgend einer Art und Weise ernst zu nehmen.
Ob nun Daniel schläft und sich nun eine vermeintliche Suspense-Szene aufbauen will, in der ein Killer mit einem Messer kommt oder der Küblböck-Hasser mit einer Pistole den Daniel in eine Ecke drängt...Nichts davon erzielt den Effekt der erzielt werden sollte.
So wie der Film aussieht, und so wie die Darsteller agieren, ist aus solchen Szenen einfach nichts rauszuholen, und statt Spannung und Interesse stellt sich beim Zuschauer eher Entsetzen, spöttisches Gelächter und Wahnsinn ein.

Doch auch wenn der störendste Faktor des Filmes Daniel Küblböck mit seiner völlig lächerlichen Performance sowohl als Musik-Entertainer als auch diesmal als „Schauspieler“ ist, kann man diesen soweit in Schutz nehmen und sagen, dass er ja diesbezüglich auch nichts neuartiges vollbringt. Genervt hat der Typ schon immer.
Aber Ulli Lommel ist ein Regessieur, der sich über Jahrzehnte hinweg seine Brötchen mit halbwegs ansehnlichen Filmen verdient hat. Auch wenn er nie ein herausragender Regessieur war, irgendwo verstand er ja noch im Ansatz sein Werk, aber DAS HIER ist ein schlechter Witz.
So unprofessionell, so unansehnlich so primitiv, so BILLIG habe ich noch keinen Film gesehen, und damit ist „Daniel – Der Zauberer“ zumindest eine gute Eigenschaft zuzuschreiben.
Es ist ein Unikat. Der große Film unter den schlechten Filmen. Der Anführer einer neuen Trash-Generation. Der Olymp des Schlechten Filmikus.

Das zeichnet diesen Film also aus.
Eine hoffnungslos billige und absolut lächerliche Optik, strohdoofe Darsteller, die keine Ahnung haben was sie da eigentlich tun, überstumpfe Dialoge die nicht nur dämlich sind, sondern auch so klingen, sowie die vollständige Abwesenheit jeglicher Form von regietechnischen Tricks und/oder anderen filmischen Kunststücken.
Daniel der Zauberer schmerzt auf ganzer Linie – jeder Fetzen Film ist wie ein Tritt in die Genitalien. Wer den kompletten Film, all den üblen Schwachsinn, den die Schauspieler abliefern, insbesondere Daniel Küblböck, der sich hier zu einem noch größeren lächerlichen Affen macht als er jetzt schon ist, die schreckliche Musik, sowie die dämlich unprofessionell billige Optik übersteht, der wird am Ende wahrscheinlich nicht mehr in der Lage sein Kinder zu zeugen.
Obwohl er nur knappe 70min dauert, kam mir diese Lauflänge doch verhältnismäßig sehr lange vor. Ständig musste ich an der Fernbedienung drehen, zwirbeln und die festdrücken, die Zehen zusammenballen und auf einer anderen Fernbedienung vor entsetzen rumkauen; fast hätte ich sie in zwei geteilt.
Ein Beißholz ist für diesen Film Pflicht, aber besser wäre es ihn einfach ganz zu meiden!!!

Der Häftling ist nun mittlerweile tot…

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